Taekwondo

Chronik

13. November 2021

French Open, Paris & int. Sachsen-Anhalt Cup, Halle/Saale

Waren bei großen Turnieren im Einsatz: Kevin Isbrecht und Vanessa Beckstein von der Taekwondo-Abteilung des SV Nennslingen

Kämpfe in Halle und Paris: Kevin Isbrecht holt Gold, Vanessa Beckstein scheitert an einer Olympionikin

Zwei Taekwondoka des SV Nennslingen waren jetzt bei großen Turnieren im Einsatz. Kevin Isbrecht holte beim Sachsen-Anhalt Cup in Halle die Goldmedaille, Vanessa Beckstein verpasste bei den French Open in Paris den Sprung aufs Treppchen.

Vanessa Beckstein fuhr mit ihrem Coach Horst Scholz nach Paris zu den French Open, einem internationalen Turnier der höchsten Stufe (G1). In ihrer Gewichtsklasse der Damen bis 57 kg, befanden sich 32 Starterinnen aus aller Welt. Für die SVN-Athletin bedeutete es, dass fünf Kämpfe bestritten werden mussten. Mit Nummer vier startete die Nennslingerin gegen die Spanierin Elena Torres, die auch gleich in Führung ging. Die SVN-Taekwondoka konterte jedoch sofort und nach der dritten Runde hatte Vanessa den Fight mit 10:5 Punkten gewonnen. Laut Auslosung betrat jetzt Raheleh Asemani aus Belgien die Kampffläche. Mit ihren 32 Jahren ist sie eine sehr erfahrene und auch erfolgreiche Zweikämpferin, die einige Jahre den Weltranglistenplatz eins innehatte (jetzt Platz 13) und dreimal bei Olympia starten durfte, wo sie sich 2016 die Bronzemedaille holte. Zum ersten Mal so einer solchen außergewöhnlichen Athletin gegenüberzustehen, löst natürlich ganz besondere Empfindungen aus. So auch bei Vanessa Beckstein, „die man eigentlich als explosive und draufgängerische Fighterin kennt“, wie ihr Trainer sagt. Die SVN-Sportlerin fand nie so richtig in den Kampf und fand keine Lösung gegen die routinierte Asemani. Die Belgierin ging sofort in Führung und behielt diese auch bis zum der Ende letzten Runde. Die Juranerin musste sich mit 15:1 Punkten deutlich geschlagen geben.

Am gleichen Tag ging auch der SVN-Nachwuchskämpfer Kevin Isbrecht beim Sachsen-Anhalt Cup in Halle auf die Matte. Er wurde von Sven Fröscher aus Berlin gecoacht (ein hervorragender Trainer). Kevin trainiert noch nicht sehr lange beim SV Nennslingen, hat sich aber hervorragend entwickelt wie Horst Scholz unterstreicht. Sein Gegner in Halle, Yasin Bouhacida, kam vom Taekwondo Team Leon aus Nürnberg. Die erste Runde gewann Kevin mir 11:0, die zweite Runde 20:3. Schließlich kam es am Anfang der dritten Runde bei einem Punktestand von 23:3 für Kevin Isbrecht zum Abbruch. Der Nennslinger Taekwondoka hatte sich bei seinem ersten Turnier Platz eins geholt, eine tolle Leistung! Auch die beiden Zweikämpfer vom TSV 1860 Ansbach, Uwe und Janine Kärger, die fast regelmäßig einmal in der Woche in Nennslingen Zweikampf trainieren hatten sich in Halle angemeldet. Für Uwe Kärger gab es keinen Gegner und Janine Kärger verletzte sich in der ersten Runde so arg, dass der Kampf abgebrochen werden musste. Sie erhielt jedoch noch Rang drei, die Bronzemedaille.

Zum Album: French Open
Zum Album: int. Sachen-Anhalt Cup


18. Oktober 2021

Danvorbereitung, Eichstätt

Tolles Training beim Polizeisportverein Eichstätt

Unter Leitung von Michael Bußmann (2facher Weltmeister im Formenlauf) trainierten sechs Taekwondoka des SV Nennslingen in Eichstätt bei Polizeisportverein (PSV). Sie bereiten sich für die Danprüfung am 19. Dezember in Nennslingen vor.

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16. Oktober 2021

Deutsche Meisterschaft U15, Ochsenhausen

Zwei Taekwondoka des SV Nennslingen auf dem Treppchen bei der „Deutschen“ (von links): Anna Satzinger, Viktoria Rucinski, Annegret Hölzel und Emilia Brilz

Silber und Bronze für SVN-Mädels

Bei der Deutschen Meisterschaft waren Anna Satzinger und Annegret Hölzel vom SV Nennslingen vorne dabei
Silber und Bronze für die Nennslinger Taekwondoka: Anna Satzinger und Annegret Hölzel haben es bei der Deutschen Meisterschaft der Kadetten (12-14 Jahre) in Ochsenhausen aufs Treppchen geschafft und tolle Erfolge verbucht.
Ein Erlebnis, was nicht jeder Sportler hat. Die beiden jungen Athletinnen aus den Reihen des SV Nennslingen waren zum erste Mal bei einer „Deutschen“. Beide hatten sich dieses Highlight durch ihre Leistungen verdient und waren in der gleichen Gewichtsklasse (w-55kg) am Start.
Die nervliche Belastung war groß, denn als man die Teilnehmerliste stand die amtierende Europameisterin Viktoria Rucinski vom TSV Dachau in der gleichen Gruppe. Die Auslosung ergab dann allerdings, dass die SVN-Mädels frühestens im Halbfinale auf die Europameisterin stoßen könnten.
Den Anfang machte Anna Satzinger mit ihre Gegnerin Lara Koushan Diviane von TKD Gla-dbeck. Die Nennslinger Taekwondoka ging sofort in die Offensive und behielt diesen Stil drei Runden lang bei. Kurz vor Ende der dritten Runde wurde der Zweikampf bei einem Ergebnis von 28:8 für Anne Satzinger sogar abgebrochen, da es eine Punktedifferenz von 20 Punkten gab. Als Nächste durfte Annegret Hölzel auf die Matte. Ihre Kontrahentin Karlotta Schürg kam von Taekwondo Axel Müller, Rheinland-Pfalz. Der Kampf begann etwas zäher, doch dann setzte Annegret einen Kopftreffer (3 Punkte). Dieser Stand blieb bis fast zur Mitte der dritten Runde. Dann erweiterte die Nennslingerin auf 5:0. Karlotta Schürg kämpfte verzweifelt, macht immer mehr Druck und schaffte es noch zwei Punkte zu holen, doch Annegret glich sofort wieder aus. Endstand 7:2 für Annegret Hölzel. Der Anfang war gemacht und bei allen Beteiligten merkte man die Entspannung. Bei Anna Satzinger stand nun das Halbfinale gegen Emilia Brilz von der Sportgemeinschaft Velberter an. Selbstbewusst machte die Taekwondoka aus Nennslingen sofort Druck und landete auch gleich einen Kopftreffer. Doch auch die Athletin aus Velbert zog nach und überholte mit 4:3 Punkten. Die Juranerin setzte allerdings sofort nach: Erste Runde 10:5, zweite Runde 21:8 und letztendlich der Sieg für Anna mit 31:19 Punkten. Annegret Hölzel erwische es als Erste. Sie musste im Halbfinale gegen die Viktoria Rucinski antreten. Die Athletin vom SVN hatte hier keine Change und verlor mit 4.29 Punkten. Ebenso erging es Anna Satzinger. Sie verlor anschließend das Finale gegen die Europameisterin mit 4:39 Punkten.
Unsere zwei SVN Athletinnen haben alle Zweikämpfe mit Bravour hinter sich gebracht, lobte Trainer Horst Scholz. Für Annegret Hölzel blieb am Ende Bronze, für Anna Satzinger Silber. „Eine hervorragende Leistung für unsere zwei Nachwuchsmädels“ unterstrich ihr Coach.

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09. Oktober 2021

Bavaria Open, Nürnberg

Freuten sich über das Turnier (von links) Uwe Kärger, Kevin Isbrecht, Janine Kärger, Sarah Simon, Anna Satzinger und Horst Scholz von der Taekwondo-Abteilung der SV Nennslingen waren bei der Bavaria Open in Nürnberg dabei.

Ein langer Turniertag nach langer Turnierpause

Der SV Nennslingen war in Nürnberg erfolgreich vertreten. Trainer Horst Scholz bescheinigte seinem Team eine hervorragende Leistung. Vor allem waren alle Beteiligten aber froh, dass sie trotz zahlreicher technischer-organisatorischer Probleme endlich wieder bei einem Wettkampf waren.
Abfahrt mit drei Taekwondoka in Nennslingen um 7 Uhr. Beginn der Zweikämpfe 10:30 Uhr und Ankunft wieder zu Hause um 23:00 Uhr. Man könnte auch als Überschrift nehmen: Pleiten, Pech und Pannen. Denn der gesamte Tag war davon überzogen, die Technik spielte total verrückt. So wurde es ein extrem langer Turniertag für rund 450 Teilnehmer bei der Bavaria Open in Nürnberg.
Anna Satzinger eröffnete vonseiten des SV Nennslingen den Reigen bei den Kadetten (12-14 Jahre) gegen Acbay Ceren Kampfkunstcenter Mittelfranken. Anna ging 0:4 in Führung und gewann den Zweikampf überlegen mit 15:8 Punkten. Die Einteilung ließ aus SVN Sicht etwas zu wünschen übrig. Anna hatte nur einen Kampf Pause und musste dann sofort wieder antre-ten. Von Erholung zwischen den Kämpfen kann man hier nicht sprechen. Dabei wird den Aktiven in drei Runden bei voller Konzentration sehr viel abverlangt. Anna begann ihren zweiten Fight gegen Altundag Nilcan vom T.S. Wuppertal sehr gut und kontrolliert. In der zweiten Runde war dann die Konzentration nicht mehr so gut und in der dritten Runde ganz hinüber. Sie verlor das Duell letztlich mit 24:18 Punkten, hatte jedoch immerhin einen dritten Platz auf dem Treppchen ergattert. Als nächste betrat Sarah Simon für Nennslingen in der Damenklasse die Matte. Ihre Kontrahentin kam von TKD-Team Axel Müller, Rheinland-Pfalz. Sahra begann sehr stark und ging in Führung, verdrehte sich jedoch nach ca. 30 Sekunden das Knie und musste den Zweikampf verletzungsbedingt abbrechen. Doch auch hier reichte es im Endeffekt zu einem dritten Platz.
Für Kevin Isbrecht (Herren) gab es dann keine Gegner in seiner Gewichtsklasse und ein Freundschaftskampf mit einem Gegner aus einer höheren Gewichtsklasse wurde seitens der Wettkampfleitung nicht zugestimmt. Kevin wäre sehr gerne angetreten, es wäre sei erster Einsatz bei einem größeren Turnier gewesen. Es sollte nicht sein, er erhielt aber zumindest kampflos einen ersten Platz.

Zwei Ansbacher im Training beim SV Nennslingen
Zwei Athleten vom TSV 1860 Ansbach wurden ebenso von Trainer Horst Scholz betreut. Janine und Uwe Kärger (Tochter und Vater) trainieren schon seit längerem bei der erfolgreichen Taekwondo-Abteilung des SV Nennslingen. Janines erster Kampf gegen Michelle Schein (TKD Axel Müller) ging allerdings gleich verloren.
Uwe Kärger durfte als Letzter der Nennslinger Gruppe um 21:30 die Kampffläche betreten, obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon fast zwölf Stunden einsatzbereit war. Das ist natürlich nervenaufreibend. Mit 51 Jahren war Kärger der älteste Teilnehmer in der Halle. Sein Gegner Hajar Mohammad (19 Jahre alt) kam vom Kampfsportzentrum Universum Meiningen und hatte eine Menge Power. Doch der Ansbacher Taekwondoka ließ sich nicht beirren. In Runde eins wurde er etwas überrumpelt und sein Gegner konnte sieben Punkte setzen. Doch in Runde zwei und drei machte Kärger absolut dicht und ließ dem Meininger keine Gelegenheit noch einen Punkt zu setzen, obwohl dieser viel Druck machte. Der Nennslinger erreichte noch drei Punkte und verlor mit 3:7. Der Zweikampf war zwar verloren, es reichte aber noch zu Platz zwei in der Wertung. Uwe Kärger hatte sich den Respekt der ganzen Halle er-kämpft. Von allen Seiten wurde er für seine hervorragende Leistung bewundert.

Lob auch von Trainer Horst Scholz an die ganze Gruppe. „Nach so langer Zeit mal wieder bei einem größeren Turnier zu starten, dass mit so vielen Pannen durchzogen war, ist alles in allem eine hervortragende Leistung“, betonte Scholz.

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14. August 2021

Tandemsprung, Reinwarzhofen

Freuten sich über ein ganz besonderes Geschenk: Isabel und Vanessa Beckstein erhielten jetzt für ihre Taekwondo-Erfolge sowie für ihr Engagement beim SV Nennslingen Tandemsprünge bei Skydive Colibri in Waizenhofen. Aus rund 4000 Metern Höhe stürzten sich beide Topsportlerinnen mit ihren Piloten in die Tiefe.

Die Beckstein-Schwestern gingen in die Luft

Die erfolgreichen Taekwondo-Sportlerinnen erhielten ein ganz besonderes Geschenk vom SV Nennslingen.
Was kann man Topsportlerinnen zum Geschenk für hervorragende Leistungen machen?
Es soll auf keinen Fall langweilig sein, Spaß machen und einen bestimmten Erinnerungswert haben.
Isabel und Vanessa Beckstein werden sich bestimmt sehr lange an das originelle Geschenk erinnern, denn die beiden erfolgreichen Taekwondoka-Schwestern des SV Nennslingen gingen jetzt dank ihres Vereins in die Luft. Es war ein Tandemsprung bei Skydrive Colibri am Flugplatz in Waizenhofen aus 4000 Metern Höhe, den die beiden Kämpferinnen vom SVN geschenkt bekamen.
Bei herrlichstem Wetter kamen sie in Waizenhofen an und wurde vom Personal von Skydrive Colibri unter die Fittiche genommen. „Man merkte sofort, dass hier professionell Hände am Werk waren und konnte sich absolut sicher fühlen“, berichtet Trainer Horst Scholz. Nach einer kurzen Einweisung und Einkleidung ging es schon hinaus auf den Flugplatz. Hier wartete das Flugzeug und die beiden Beckstein-Schwestern konnten zusammen mit ihren Piloten Steve und Neil einsteigen. Die Aufregung war natürlich groß, doch die beiden Fallschirmpiloten leisteten von der ersten Sekunde an ganze Arbeit in Bezug auf psychologische Betreuung. Für Isabel und Vanessa Beckstein war es eine komplett neue Erfahrung. Doch umsonst sind die Geschwister keine Topsportlerinnen im Zweikampf. „Es gab keine Sekunde des Zögerns oder es vielleicht nicht zu tun. Leider wird bei Zweikampfturnieren nicht so viel gelacht und Spaß gemacht wie an diesem wunderschönen Tag“, so Horst Scholz. Beide Taekwondoka sind einer Meinung: „Das Gefühl beim ersten Freifall aus ca. 4.000 Metern Höhe ist mit Worten nicht zu beschreiben“. Ein Sonderlob ging an die beiden an Fallschirmpiloten Steve und Neil. „Sie haben einen tollen Job gemacht“, waren sich die beiden Athletinnen und der Trainer einig.

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