2018

27. und 28.01.2018 Deutsche Meisterschaften Senioren/Jugend in Düsseldorf
Weitere Medaillen für Beckstein-Schwestern

Isabel holte sich Silber bei den Senioren, Vanessa Bronze bei den Senioren und Silber in der Jugend A – Anstrengende Fights

Erfolgreich auf Bundesebene: Vanessa (links) und Isabel Beckstein vom SV Nennslingen mit ihren drei Medaillen, die sie bei der Deutschen Taekwondo-Meisterschaft in Düsseldorf geholt haben.

Silber und Bronze haben die Schwestern Isabel und Vanessa Beckstein jetzt bei den Deutschen Meisterschaften im Taekwondo geholt. Die beiden Athletinnen aus den Reihen des SV Nennslingen waren bei den Titelkämpfen der Senioren und Jugend A in Düsseldorf am Start.
Schon beim ersten Fight von Isabel Beckstein (Damen bis 57 kg) zeichnete sich ab, dass es nicht einfach werden würde. Die SV-Athletin ging zwar mit 2:0 gegen Kathrin Kimmling vom TSC Gladbeck in Führung, musste diese jedoch bis zum Ender der ersten Runde mit 2:9 Punkten an ihre Kontrahentin abgeben. Nach Runde drei lautete der Punktestand 18:18 und es musste ein Golden Point (wer den ersten Treffer macht hat gewonnen) angehängt werden. Isabel behielt die Nerven und ging als Siegerin hervor.
Auch im zweiten Fight gegen Jasmin Richter von TUS Osterburg/Weida (Europameisterschafts-Dritte von 2017) ging Isabel sofort mit 5:0 in Führung. Jasmin Richter überholte in der zweiten Runde mit 9:7 Punkten, doch auch hier siegte die nervenstarke Juranerin mit 15:12 Punkten.
Jetzt betrat Elisa Willoch vom KSC Leopard Nürnberg die Matte – zugleich Isabels Finalgegenerin von der Bayerischen Meisterschaft, gegen die sie verloren hatte. Es war ein sehr harter aber fairer Kampf, der beiden Sportlerinnen sehr viel Kraft kostete. Dieses Mal ging Isabel Beckstein mit 32:29 Punkten als Siegerin hervor. Finale!
Finalgegnerin Tabea Wenken ,TKD Club Igelheim (siebenfache Deutsche Meisterin), ging sofort in Führung und behielt diese auch. Die Nennslingerin war geschwächt von den sehr anstrengenden Vorkämpfen und der nur kurzer Erholungsphase bis zum Endkampf. Die Folge: Sie unterlag mit 3:8 Punkten und musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. Sie hatte ihren Titel „Deutsche Vizemeisterin“ vom Vorjahr verteidigt.
Aufgrund der diesjährigen Ausschreibung durfte ihre jüngere Schwester Vanessa Beckstein bei den Senioren/Damen (bis 53 kg) und bei der Jugend A (bis 52 kg) gleich doppelt an den Start gehen. Der Beginn bei den Senioren war sehr angenehm, Vanessa hatte ein Freilos. Kampf Nummer zwei gegen Selin Karadas (TKD Center Stuttgart) wurde in der dritten Runde bei einem Punktestand von 22:1 für die SVN-Taekwondoka abgebrochen.
Das Halbfinale stand an und die vier Jahre ältere Madeline Folgmann vom TKD Club Igelheim.- ebenfalls Europameisterin in 2017 – betrat als Gegnerin die Kampffläche. Die sehr erfahrene Zweikämpferin und spätere Turniersiegerin gewann mit 24:8 Punkten. Vanessa hatte sich immerhin die Bronzemedaille bei den Senioren erkämpft.
In der Jugend A lief es noch besser: Im erster Duell fertigte Vanessa Beckstein ihre Kontrahentin Ilayda Yilmaz von der Sportschule Göcmen aus Lübeck mit 23:0 Punkten ab. Dadurch kam es schon nach der ersten Runde zum Abbruch wegen klarer Überlegenheit. Die zweite Gegnerin konnte verletzungsbedingt nicht antreten. So stand die Nennslingerin im Finale gegen Lena Unrau vom TKD Club Igelheim. Hier war Vanessa etwas unaufmerksam und leistete sich ein paar Fehler, die nicht mehr gutzumachen waren. Somit musste sie sich geschlagen geben, konnte neben Bronze bei den Senioren auch noch Silber und den Deutschen Vizetitel in der Jugend A mit nach Hause nehmen.

10. – 11. 02.2018 Turkish Open in Istanbul

Toller Erfolg in Istanbul
Taekwondo-Athletin siegte bei den „Turkish Open in der Jugend A

Vanessa Beckstein hat sich in Istanbul gegen ihre 41 Kontrahentinnen in der Gewichtsklasse Jugend A bis 52 kg mit sechs gewonnenen Kämpfen und eindeutigen Ergebnissen durchgesetzt und sich damit die Goldmedaille redlich verdient.

Freude über die Goldmedaille: Vanessa Beckstein (Zweite von links)
setzte sich bei den
internationalen „Turkish Open“ in Istanbul durch.

In ihrem ersten Fight ging die Taekwondo-Athletin aus den Reihen des SV Nennslingen gleich auf die Überholspur und siegte gegen Latitia Aoun von Monte La Salle aus dem Libanon mit 13:3 Punkten. Die zweite Gegnerin, Melike Bahar Turan aus der Türkei musste nach der zweiten Runde, beim Stand von 30:3 für die Nennslingerin die Matte verlassen Grund: Wenn nach der zweiten Runde 20 Punkte Differenz sind, wir der Kampf abgebrochen.
Auch im Duell drei ließ Vanessa nichts anbrennen, ging sofort in Führung und siegte mit 24:5 Punkten gegen Zeynep Seyma Turhan vom Nationalteam der Türkei. Fatemeh Jafari Baklani, vom Nationalteam Iran, machte es der Nennslinger Taekwondoka im vierten Fight nicht leicht. Bis in die letzte Runde herrschte Gleichstand, erst in den letzten Sekunden konnte sich Vanessa durchsetzen und siegte schließlich mit 8: 2 Zählern.
Halbfinale: Anna Giakoumopoulou aus Griechenland trat gegen die zweifache Europameisterin aus Nennslingen nicht an. Somit wurde der Sieg Vanessa Beckstein zugesprochen, die damit ins Finale einzog. Wieder kam eine Taekwondoka vom Nationalteam Iran, Mirnourollahi Narges. Die Juranerin ließ sich nicht beirren. Durch die vorangegangenen Kämpfe etwas geschwächt, dominierte sie trotzdem, sofort ihre Gegnerin und holte sich die Goldmedaille mit 28:12 Punkten.
„Eine sehr schweres Turnier und eine wahnsinnig tolle Leistung von Vanessa“ schwärmte SVN-Trainer Horst Scholz. Im Anschluss an das Turnier ging das deutsche national Team mit der türkischen und französischen Auswahl in Istanbul eine Woche ins Trainingslager

23. – 25. 02.2018 Slovenia Open

Virenteufel schlug zu
Slovenia Open: Isabel geschwächt auf Rang vier – Vanessa stieg aus

Die beiden Taekwondoka des SV Nennslingen, Isabel und Vanessa Beckstein, waren jetzt bei den Slovenia Open in Maribor (Slowenien) am Start. Für Isabel gab es Rang vier, Vanessa musste krankheitsbedingt aussteigen.


Konnten diesmal nicht in die Entscheidung eingreifen, Isabel (links) und Vanessa Beckstein waren bei den Slovenia Open krankheitsbedingt geschwächt.

Die erste Gegnerin von Isabel, Anamaria Kovcalija Velika, kam aus Kroatien. Erste Runde 0:0, zweite Runde durch einen Kopftreffer der Nennslinger Taekwondo 3:0 Punkte. Isabel, noch geschwächt von ihrer vorangegangenen Krankheit, musste sich ihre Kraft genau einteilen und konnte nicht wie in gewohnter Weise loslegen. Endergebnis 6:3 für Isabel Beckstein.
Kampf Nummer zwei ging gegen Aleksandra Radmilovic vom serbischen National Team. Die Nennslingerin kämpft sehr verhalten, ging jedoch mit 3:1 Punkten in Führung. Nach dem Ausgleich in der zweite Runde schaffte die SVN-Athletin in Runde drei noch den 6:4 Sieg.
Dritter Fight: Edina Kotsis vom ungarischen National Team betrat als Gegnerin die Matte. Eine sehr erfolgreiche und neun Jahre ältere Athletin. Sie zog mit 5:0 Punkten davon und baut sie zum 8:2 aus. Isabel hat keine Kraft mehr und verlor das Viertelfinale mit 22:8 Zählern. Der undankbare vierte Platz blieb.
Zweiter Tag: Vanessa Beckstein war an der Reihe. Sie deutet an, dass es ihr nicht so gut gehe, doch im ersten Fight ist davon nicht zu merken. Sie gewann nach Abbruch nach der zweiten Runde mit 35:5 Punkten gegen Anastazija Lutkic vom Nationalteam Serbien. Im zweiten Fight gegen die Kroatien Klara Kova vom TKD Marjan eröffne Vanessa den Reigen mit 3:1 Punkten und erweitert in der zweiten Runde auf 10:4 Zählern. Endergebnis 22:4 für Vanessa Beckstein.
Doch auch die jüngere Schwester hatte der Virenteufel erwischt. Sie war total erschöpft und es wär unverantwortlich gewesen noch einen Zweikampf anzutreten. So stieg sie aus gesundheitlichen Gründen aus dem Turnier aus und verzichtete aufs Weiterkommen, das sportlich gelungen war.

03.03.2018 Challenge Cup in Altmannstein

Silber für SVN-Quartett

Beim Taekwondo-Nachwuchsturnier in Altmannstein gingen 225 Athleten/innen aus 31 Vereinen an den Start. Vier Sportler/innen des SV Nennslingen holten sich dabei vier Silbermedaillen (von rechts). Michael Ehrengruber (Herren-58 kg), Fanni Lang (Jugend B-44 kg), Annegret Hölzel Jugend C-32 kg) und Anna Satzinger (Jugend C-39 kg). Zusammenmit ihrem Trainer Horst Scholz und der kleinen Ida Lang strahlten die SVN- Athleten nach ihrem Erfolg beidem „Internationalen Challenge Cup“ um die Wette.

09. – 11.03.2018 Dutch Open in Eindhofen

Silber in Eindhofen
Vanessa Beckstein vom SV Nennslingen unterlag erst im Finalkampf

Erfolgreich in Holland: Vanessa Beckstein holte sich bei der Dutch Open Silber in der Jugendklasse. Mit im Bild ihre Schwester Isabel sowie Trainer Horst Scholz

Die Beckstein-Schwestern vom SV Nennslingen waren jetzt in Eindhofen (Niederlande) bei den Dutch Open im Taekwondo am Start. Vanessa holte die Silbermedaille, Isabel scheid bei starker Konkurrenz vorzeitig aus.
In Eindhofen handelt es sich um ein sogenanntes G1-Turnier – jedes Land bekommt nur einen derartigen Wettbewerb. Insgesamt waren 1433 Teilnehmern am Start. Im Pool von Vanessa waren 40 und bei Isabel 36 Athletinnen, woran man bereits die Dimension der Veranstaltung erkennen kann. Vanessa hatte sechs und Isabel fünf Zweikämpfe zu bewältigen.
Die erste Kontrahentin, Elisa Toivonen aus Finnland schickte Vanessa Beckstein mit 12:5 Punkten von der Matte. Die Nennslinger Taekwondoka steigerte sich in Fight zwei. Der Kampf gegen Saskia Medd von Australien wurde in der dritten Runde mit 24:4 Zählern abgebrochen. Auch Amina Khouani aus Dänemark konnte die SVN-Taekwondoka nicht aufhalt. Sie musste mit 12:2 die Matte verlassen. In Kampf Nummer vier gegen die Russin Zarina Gulida ließ die Europameisterin vom Jura keinen Treffer zu – Endstand 16:2 Punkte (die entstandenen zwei Punkte waren Verwarnungen).
Spannend wurde das Halbfinale gegen Ester Asensio Rodriguez aus Spanien. Vanessa holte sich in letzter Sekunde einen knappen Sieg mit 13:10 Punkten, in einem Fight, der sehr viel Kraft kostete. Das Finale war in deutscher Hand, Teamkollegin Vanessa Engels vom TVBB Elite Berlin hieß die Gegnerin. Die Juranerin geriet ins Hintertreffen, und musste Druck machen. Dabei unterliefen ihr einige Fehler und sie musste sich bei einem Endstand von 34:27 für Vanessa Engels mit der Silbermedaille zufrieden geben. Vanessa Beckstein hatte jedoch gezeigt, dass sie in ihrer neuen Gewichtsklasse, Jugend A bis 55 kg auch ganz vorne mitmischen kann. Die Teilnahme an den Olympiaqualifikationskämpfen für die Jugendolympiade und der Weltmeisterschaft in Hammamet (Tunesien) sind auf jeden Fall gesichert.
Die ältere Schwester Isabel startete in der Damenklasse bis 57 kg und gewann ihren ersten Zweikampf gegen Rosa Rodriguez Torres aus Spanien mit 11:7 Punkten. Dann jedoch konnte sie die sehr starke Lettin Jolanta Tarvida nicht aufhalten, verlor und war somit aus dem Rennen.

16. – 18.03.2018 Belgian Open in Lommel

International unterwegs,
erst Silber in Holland, dann Gold in Belgien und jetzt WM Tunesien


Erfolgreiches Duo: Vanessa und ihr Trainer Horst Scholz mit der Goldmedaille in Belgien

Vanessa hat sich bei den Belgian Open zurückgeholt, was sie  eine Woche zuvor in Holland verpasst hatte, nämlich die Goldmedaille.
Das Turnier im belgischen Lommel, ebenfalls zur G1- Kategorie gehörend, war mit 1245 Startern, etwas kleiner als der Wettkampf zuvor in Holland. Dennoch musste die Taekwondo-Athletin des SV Nennslingen in der Jugend A bis 55 kg fünf Kämpfe absolvieren, ehe sie ihren Triumph feiern konnte.
Der erster Fight gegen Izabella Källstrand aus Schweden begann etwas zäh, doch die Taekwondoka vom fränkischen Jura steigerte sich von Runde zu Runde und siegte am Ende mit 22:5 Punkten.
In Kampf zwei betrat Elisa Toivonen aus Finnland die Matte. Gegen sie hatte die SVN- Athletin bereits eine Woche zuvor in Eindhofen gekämpft. Sie hatte sich Vanessas Kampfstiel eingeprägt und durchkreuzte einige Angriffe der Nennslingerin sehr geschickt. Erste Runde 0:0, zweite Runde 6:5 für die Finnin. Dann aber gab es bei der Juranerin kein Pardon mehr, ein Feuerwerk von Schlägen prasselte auf die finnländische Taekwondoka nieder. Endstand: 15:8 Punkte für Vanessa Beckstein. Auch Ewa Jamiolkowska vom Nationalteam Polen ging in der ersten Runde 2:0 in Führung, doch auch hier siegte die Nennslingerin mit eisernem Willen 9:4.
Halbfinale: Vanessa Engels vom TVBB Elite Berlin hieß nun die Gegnerin. Vanessa hatte eine Woche vorher gegen Engels das Finale in Holland verloren. Nun nutzte die Nennslinger Taekwondoka die Change zur Revange. 10:0 Punkte in der ersten Runde, 14:4 nach Runde zwei und 20:14 nach der dritten Runde. Die zweifache Europameisterin hatte gezeigt wer Chef im Ring ist.
Das Finale gegen Julia Sereda vom polnischen Nationalteam wurde ebenfalls nicht einfach. Die beiden Fighterinnen kannten sich bereits von der Euro 2017. Vanessa ließ sich allerdings nicht stoppen. Sie besiegte die Kontrahentin aus Polen mit 7:2 Punkten und sicherte sich die Goldmedaille in Belgien, nachdem es zuletzt in den Niederlanden Silber gewesen war.
Für Vanessa Beckstein (Jahrgang 2001) steht nun die nächste sportliche Reise und zugleich eine große Herausforderung vor der Tür. In den Osterferien startet sie in Hammamet (Tunesien) bei der Jugendweltmeisterschaft. Dort geht es zudem um die Qualifikation zur Jugendolympiade.
Wer mit Vanessa oder den andern erfolgreichen SVN-Mädels trainieren möchte, kann einfach und unverbindlich vorbeischauen. Die Trainingszeiten finden sich auf der Homepage unter: www.sv-nennslingen,de/taekwondo

24.04.2018 1. Bayern Pokal in Wörth a.d. Isar

Drei Treppchenplätze

Beim erste Bayernpokal in diesem Jahr in Wörth a.d. Isar trafen 220 Starter (darunter drei Nennslingerinnen) und die Betreuer auf beengte Platzverhältnisse. Der ursprüngliche Ausrichter hatte abgesagt und die TG Wörth /I sar-Essenbach war kurzfristig eingesprungen, was man lobend erwähnen muss, sodass auch keine größere Halle verfügbar war. Vom SV Nennslingen starteten die Nachwuchsathletinnen Jenna Thierbach (Jugend Aw bis 68 kg vorne), Fanni Lang (Jugend Bw bis 44 kg, stehend rechts) und Annegret Hölzel (Jugend Cw bis 32 kg). Alle drei schafften den Sprung auf Treppchen. Jenna Thierbach und Fanni Lang erhielten die Bronze- und Annegret Hölzel die Silbermedaille. Letztere hat sich damit für die Bayerische Meisterschaft, die im November in Rottenburg a.d. Laaber stattfindet, qualifiziert.

07.04.2018 Qualifikation zur Jugend Olympiade in Hammamet/Tunesien

Ticket für Olympiade

Vanessa Beckstein ist derzeit in Tunesien und dort ein erstes, großes Ziel erreicht. Die Taekwondo-Athletin aus den Reihen des SV Nennslingen hat in Hammamet nämlich die Qualifikation zur Jugend-Olympiade in Buenos Aires geschafft. Dabei gewann sie gegen Konkurrentinnen aus Kolumbien und Rumänien (15:7 beziehungsweise 9:4) und konnte sich im dritten Kampf gegen eine Thailänderin eine Niederlage (7:11) erlauben, denn das änderte nichts an der Olympia-Quali in der Jugend A bis 55 Kilogramm. Für die 16-jährige Nennslingerin gehen die Wettkämpfe in Tunesien allerdings noch weiter. Am Mittwoch, 11.April, kämpft die Weißenburger Gymnasiastin (11. Klasse) in der gleichen Halle um die Weltmeisterschaft und hofft dabei auf eine Medaille.

11.04..2018 Weltmeisterschaft der Jugend in Hammamet/Tunesien

Doppel-Erfolg erster Güte

Bronze bei Taekwondo-WM und Qualifikation für Jugendolympiade

Bunte Sache: Vanessa Beckstein mit einem roten, tunesischem Hut und ihrer Medaille.

Ein ganz besonderer Moment: Vanessa Beckstein kniet auf der Matte nieder,
als beim Blick auf die Anzeigetafel feststand, dass sie sich als einzige Deutsche für die Jugendolympiade in Buenos Aires qualifiziert hat.

Nennslingen/Hammamet – Vanessa Beckstein schafft das, was sonst keinem Teammitglied der deutschen Taekwondo-Nationalmannschaft gelungen ist. Die 16-jährige Nennslingerin sicherte sich in Tunesien die Qualifikation zur Jugendolympiade, die im Oktober in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires (Jugend A bis 55 kg) stattfinden wird, und zudem noch Bronze bei der Jugend-Weltmeisterschaft – hier in der Jugend A bis 52 Kilogramm.
Die Jugend-WM wurde in der gleichen Halle, wie die Qualifikation zur Olympiade ausgetragen, nämlich in Hammamet in Tunesien. Es traten insgesamt 16 deutsche Athleten/innen an. Fünf junge Damen holten dabei Bronze. Aus Bayern waren dies Darija Husovic vom TSV Dachau und Vanessa Beckstein vom SV Nennslingen.
Der erste Fight gegen Elif Stoyanov, vom Nationalteam Austria endete mit 26:7 Punkten für die Athletin des SVN. Der zweite Kampf, so dachte man, gegen Ouhoud Ben Aoun vom Tunesischen Nationalteam könnte sich etwas schwieriger gestalten, denn wenn Tunesier kämpfte, bebte die Halle von den Anfeuerungsrufen des heimischen Publikums. Aber falsch gedacht: Vanessa bezog die Anfeuerung vermutlich auf sich. Erste Runde: Die tunesischen Fans toben, 12:1 für die Juranerin. Zweite Runde: Die tunesischen Fans werden ruhiger, 20:4 für die Nennslinger Taekwondoka. Dritte Runde: Es ist ruhig in der Halle, Abbruch bei 24:4 Punkten für Vanessa Beckstein.
Zweikampf Nummer drei gegen Klara Kovac vom Nationalteam Croatia stand danach an und wurde in der dritten Rund bei 23:3 für Vanessa Beckstein abgebrochen.
Im Halbfinale traf sie auf Anastasija Zolotic vom Nationalteam der USA. Auch sie hatte die Olympiaqualifikation (bis 49 kg) gewonnen. Vanessa macht in den ersten beiden Runden ein paar Fehler, die sich in der dritten Runde nicht mehr ausbessern ließen. Sie verliert mit 18:10 Punkten gegen die spätere Turniersiegern und gewann schließlich Bronze. „Trotz der abschließenden Niederlage eine Wahnsinns Leistung“, kommentierte ihr Heimtrainer Horst Scholz.
Weitere Informationen über die Abteilung Taekwondo des SV Nennslingen finden sich im Internet unter: www.sv-nennslingen.de/taekwondo

28.04.2018 Kaiserwinkel ASKÖ Open in Kössen

Treppchenplätze aller SVN-Starter
Taekwondo-Turnier in Tirol
Nennslingen rundum erfolgreich, Goldmedaille für Isabel Beckstein

Nur strahlende Gesichter, im Hintergrund, leicht im Nebel, der „Wilde Kaiser“
Trainer Horst Scholz, Isabel Beckstein, Annegret Hölzel, Jenna Thierbach, Fanni Lang, Elias Forster und Vanessa Beckstein (von links)

Die Taekwondoka des SV Nennslingen haben sich zum ersten Mal am „Kaiserwinkel ASKÖ-Open“ in Kössen (Tirol) beteiligt, und mit viel Erfolg. Die Abkürzung steht für Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur und ist der größte der drei Sportdachverbände Österreichs.
Mit 370 Teilnehmern aus neun Ländern und 56 Vereinen war es im Vergleich zu anderen Taekwondo-Wettkampfturnieren ein relativ überschaubares Turnier. Hervorragend organisiert durch den Ausrichter, den Taekwondo-Verein Kössen. Alle teilnehmenden Vereine erhielten zu Beginn eine Tafel mit ihrem Namen und nach dem Einmarsch einzeln vorgestellt.
Der SVN hatte fünf Kämpfer/innen gemeldet. Annegret Hölzel, Jugend C bis 32 kg, Fanni Lang, Jugend B (Kadetten) bis 44 kg, Jenna Thierbach, Jugend A + 63 kg, Elias Forster, Jugend A bis 73 kg und Isabel Beckstein, Damen bis 57 kg. Isabel war in Doppelfunktion, als Kämpferin und Coach gemeldet. Außerdem fungierten Vanessa Beckstein und Horst Scholz als Coaches.
Die Nennslinger Gruppe zeigte hervorragende Zweikämpf und alle schafften den Sprung aufs Treppchen. Fanni Lang und Jenna Thierbach verloren das Halbfinale und mussten sich mit Bronze zufrieden geben. Annegret Hölzel und Elias Forster kämpften sich vor bis ins Finale. Annegret musste gegen Yazici Zuemra vom TSV Dachau antreten und Elias gegen Toni Ivanovic von Olympic Taekwondo Wien. Jedoch waren die Dachauerin und der Fighter aus Wien zu stark – Annegret und Elias verloren den Endkampf und erhielten die Silbermedaille.
Für Isabel begann der Reigen ganz locker, denn ihr erste Gegnerin trat nicht an und die Nennslingerin stand gleich im Halbfiale. Doch jetzt wurde es richtig hart. Claudia Bitschnau von den Scorpions Austria betrat die Kampfflächen. Von Beruf Polizistin, dreiundzwanzig Jahre alt und wie sich herausstellte knüppelhart und  mit einer Wahnsinns Kondition. Doch das berührte die Juranerin nicht, sie setzte Punkt für Punkt und gewann schließlich mit 9:1. Den einen Zähler handelte sich Isabel ein, weil sie einmal hingefallen war.
Im Finale gegen Georgia Maroufidou vom SV DJK Kolbermoor, eine sehr gute Kollegin aus dem Bundeskader der Damen setzte sich Isabel Beckstein erneut durch. Mit 12:5 Punkten sicherte sich die Goldmedaille. Sichtlich zufrieden trat man die Heimreise an.

Vanessa Beckstein

Erfolgreichste BTU-Taekwondoka U18

U15 Europameisterschaft 2015 1. Platz
U15 Weltmeisterschaft 2015 3. Platz
U18 Europameisterschaft 2017 1. Platz
U18 Weltmeisterschaft 2018 3. Platz
Qualifikation zu Jugendolympiade in Buenos Aires 2018

Glückwunsch Vanessa

14.07.2018 2. Bayern Pokal in Nürnberg

vonn links: Anna Satzinger, Annegret Hölzel, Fanni Lang

Drei Nennslinger Nachwuchstaekwondoka starteten beim gut besuchten 2. Bayern Pokal in Nürnberg und erkämpfte sich alle einen Treppchenplatz. Aus 36 Bayerische Vereine beteiligten sich 293 Nachwuchsathleten/innen. Darunter auch Fanni Lang (Jugend B, 12-14 Jahre), Annegret Hölzel und Anna Satzinger (beide Jugend C, 9-11 Jahre)vom SV Nennslingen. Anna und Fanni verloren jeweils das Halbfinale und erhielte Bronze. Für Fanni Lang bedeutet das die Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft, da sie beim ersten Bayern Pokal auch schon den dritten Platz erreicht hatte. Anna Satzinger hat beim 3. Bayernpokal (20. Oktober in Bobingen) noch die Möglichkeit, sich mit einem weiteren Podestplatz für die Bayerische zu qualifizieren. Annegret Hölzel verlor im Finale, erreichte somit den zweiten Platz, die Silbermedaille und hat sich dadurch zum zweiten Mal für die Bayerische Meisterschaft qualifiziert.

21.07.2018 Bayerischen Sportpreises 2018 in München

Vanessa und Isabel als Ehrengäste bei der Verleihung des
Bayerischen Sportpreises 2018 in der BMW- Welt in München


Isabel und Vanessa mit Rosi Mittermaier

Isabel und Vanessa mit Magdalena Neuner

Gala in der BMW Welt in München. – Zum 100. Geburtstag Bayerns wurden die bayerischen Jahundertsportler/innen aber auch Persönlichkeiten und Vereine geehrt, die das Sportland Bayern in besonderer Weise geprägt haben. Unter ihnen auch Rosi Mittermaier und Magdalena Neuner. Als Ehrengäste Isabel und Vanessa Beckstein Wann trifft man schon mal auf Sport-Legenden wie Rosi Mittermaier, Magdalena Neuner, Franz Beckenbauer, Günter Netzer, Georg Hackl oder Uli Hoeneß: Die Beckstein-Schwestern aus Nennslingen hatten jetzt die Gelegenheit dazu.
Taekwondo-Europameisterin Vanessa Beckstein war zur Verleihung des Bayerischen Sportpreises in der Münchner BMW-Welt eingeladen und nahm ihre – sportlich ebenfalls erfolgreiche – ältere Schwester Isabel mit. Beide hatten sie Gelegenheit viele Stars zu treffen, ein wenig zu plaudern und mit ihnen Fotos zu machen. So auch mit Magdalena Neuner, die inzwischen Holzer heißt. Die frühere Biathlon-Königin wurde als bayerische Jarhundertsportlerin geehrt. Als ihr männliches Pedant wurde Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer ausgezeichnet. Für die Taekwondosportlerinnen des SVN war das Treffen ein ganz besonderes Erlebnis – und Motivation für die weitere Laufbahn. Für Vanessa geht es heuer noch zur Jugendolympiade nach Argentinien.

24.08.2018 Festzug Kirchweih Nennslingen

14. – 16.09.2018 Polish Open


Polish Open Taekwondo in Warschau

Der Countdown für die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires läuft.
Am 9. Oktober 2018 wird Vanessa Beckstein vom SV Nennslingen als einzige deutsche Kaderathletin bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires auf die Kampffläche gehen und dort ihr Bestes geben. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Zwischen Bundestrainer, Heimtrainer und Athletin wurde abgesprochen, dass man noch, als vorbereitendes Turnier, die Polish Open in Warschau besucht. Ebenso sollte Schwester Isabel am Turnier teilnehmen. Für Vanessa wurde dieses Wochenende leicht stressig, den zwischenzeitlich kam die Nachricht vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dass sie zwecks Einkleidung und Vorbereitung für die Olympischen Jugendspiele, genau an diesem Wochenende, nach Frankfurt zu einer kick off Veranstaltung muss. Isabel und Heimtrainer flogen also nach Warschau, Vanessa setzte sich am gleichen Tag in den Zug und fuhr nach Frankfurt holte ihre Sachen ab, setzte sich am nächsten Tag ins Flugzeug und flog auch nach Warschau. Bis dahin lief alles glatt.
Der erste Turniertag begann sehr zögerlich. Um sieben Uhr mussten alle Zweikämpfer in der Halle sein, zwecks Kontrollwaage (neue Regelung). Turnierbeginn lt. Ausschreibung 8:30 Uhr. Um viertel vor zehn setzten sich die Kampfrichter mal ganz langsam in Bewegung und auf zehn Flächen begann der Zweikampf. Solche langen Wartezeiten zerren an den Nerven von Athlet und Coach. Isabel hatte Kampf Nummer fünf und kam kurz vor Mittag zum Einsatz. Leider verlor sie den ersten Fight gegen die Spanierin Arlet Oritz Benito und war somit aus dem Rennen.
Tag Nummer zwei, Vanessa Beckstein war an der Reihe. Es wiederholte sich das Drama vom Vortag. Zeitverzögerungen, Probleme mit dem System, ewig lange Pausen. Die Nennslinger Taekwondoka hatte lt. Poolliste fünf Zweikämpf zu bestreiten. So gegen Mittag gewann sie ihren erste Kampf gegen Antonia Krajnovic aus Kroatien mit 14:10 Punkten. Fight Nummer zwei fand gegen 16:30 statt. Vanessa gewann auch diesen Zweikampf gegen die Italienerin Serena Napolano mit 19:11 Punkten. Der dritte Zweikampf gegen Russland hätte so gegen 19:00 Uhr stattgefunden. Den konnte man nicht mehr wahrnehmen, da das Flugzeug nach München um 20:10 Uhr gebucht war. Also – Abbruch und ab zum Flughafen. Alles in Allem „kein tolles“ Turnier, aber sehen wir es positiv – eine schlecht Generalprobe war schon immer gut. Montag geht’s für die Nennslinger Spitzensportlerin ab nach Buenos Aires zu den Olympischen Jugendspielen.

Ausnahmesportlerin des SV Nennslingen steht vor einem Höhepunkt
ihrer bisherigen Laufbahn

Vanessa Beckstein fliegt zu den Olympischen Jugendspielen

Die 17-Jährige hat sich als einzigen deutsche Taekwondo-Sportlerin für den Wettkampf am 9. Oktober in Buenos Aires qualifiziert und ist optimal vorberietet. Am Montag geht´s los

Gut gelauntes und eingespieltes SVN-Trio: Vanessa Beckstein (li) mit ihrer Schwester
und wichtigsten Trainingspartnerin Isabel sowie ihrem Coach Horst Scholz

Bericht von Uwe Mühling

Vanessa Beckstein steh vor dem Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn. Die 17-Jährige Taekwondo-Sportlerin aus den Reihen des SV Nennslingen startet Anfang Oktober bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires. Am kommenden Montag ist Abflug nach Argentinien mit dem deutschen Team. 75 Athletinnen und Athleten hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nominiert. Vanessa konnte sich als einzige Taekwondo-Kämpferin für das Großereignis qualifizieren. Ihr Wettkampf in der Altersklasse Jugend bis 55 kg wird am 9. Oktober über die Bühne gehen. Diesem Tag fiebert die junge Nennslingerin nach einer sehr intensiven Vorbereitung entgegen.
“ Eine Medaille wäre natürlich ein Traum“ sagt Vanessa Beckstein. Ihr ist allerdings bewusst, dass es ihre Konkurrentinnen genau so sehen. Als zweifache Europameisterin und zweifache Bronzemedaillengewinnerin bei der Weltmeisterschaft (jeweils bei den Kadetten und der Jugend) sowie als fünffache Deutsche Meisterin ist sie auf jeden Fall eine heiße Kandidatin.
Auch für ihr Heimtrainer vom SV Nennslingen, Horst Scholz: „Aus seiner Sicht ist eine Medaille auf alle Fälle im Bereich des Möglichen. Vanessa fliegt optimal vorbereitet nach Argentinien.“
Besonders stolz ist der SVN-Coach, dass es seinem Schützling als einer von weltweit nur acht Athletinnen gelungen ist, sich für das Großereignis zu qualifizieren. Horst Scholz wird aufgrund der hohen (finanziellen) Aufwands nicht nach Buenos Aires fliegen, ist sich aber sicher, dass Vanessa auf der Kampffläche alles geben wird, um am Ende auf dem Siegertreppchen zu stehen. „Sie hat einen unglaublichen Kampfgeist. Im Wettkampf ist sie knallhart, bleibt aber trotzdem immer fair“, sagt Scholz.

Eine komplette Athletin“Ähnlich äußert sich Bundestrainer Marco Scheiterbauer über die derzeit erfolgreichste deutsche Taekwondo-Kämpferin bei der Jugend: „Vanessa ist mental sehr stark. Bei den goßen Events schafft sie es immer, ihre Leistung auf den Punkt abzurufen. Außerdem ist sie eine komplette Athletin, die alle konditionellen Voraussetzungen mitbringt und über mehrere Kämpfe ein hohes Tempo gehen kann“ – maximal drei können es bei der Jugendolympiade werden, nämlich Viertel- und Halbfinale sowie Finale oder Kampf um Platz drei.
Als wahrscheinlich beste Eigenschaft schätzt der Bundestrainer Vanessas „unbedingten Siegeswillen und ihre Kampfintelligenz“. Und weiter: „Sie kann den Kampf lesen und trifft in wichtigen Situationen die richtige Entscheidung. Sie arbeitet ständig an ihrer Technik und Taktik und macht auch im Training immer hoch konzentriert mit“, sagt Scheiterbauer über die junge Nennslingerin, die in Weißenburg auf das Werner-von-Siemens-Gymnasium geht.
Apropos Schule: Hier besucht die Kaderathletin derzeit die zwölfte Klasse und steuert auf das Abitur zu. Für die Olympischen Spiele (6. bis 18. Oktober) wir sie drei Wochen Unterricht verpassen, denn die Rückkehr mit dem deutschen Team ist erst am 20. Oktober geplant. Das ist schulisch natürlich nicht einfach, sie wird in Argentinien aber versuchen, in der Freizeit und vor allem nach dem Wettkampf möglichst viel zu lernen. Ihre Lehrer am Gymnasium haben bereits die volle Unterstützung zugesagt und werden ihre sportliche Schülerin mit entsprechendem Material versorgen.
Schule und Hochleistungssport unter einen Hut zu bringen, ist ohnehin nicht immer einfach. Gerade in der zeitraubenden Vorbereitungsphase. Zu den normalen Trainingseinheiten kamen in den vergangenen Wochen und Monaten noch sehr viel Sondertraining und zusätzliche fünf Laufeinheiten pro Woche hinzu – oft schon morgens um 5 Uhr vor der Schule. Klingt ziemlich stressig, Vanessa Beckstein macht aber nicht viel Aufhebens darum: Ihr ist klar, dass auch ihre Gegnerinnen viel trainieren.

Sparring mit der SchwesterVorteil für sie ist, dass sie einen Großteil der Einheiten zu Hause beim SV Nennslingen absolvieren kann. Besonders dankbar ist sie dabei ihrem Trainer und Förderer Horts Scholz, aber auch ihrer Schwester Isabel. Die ältere der beiden Beckstein-Mädels ist ebenfalls eine sehr erfolgreiche Taekwondo-Athletin (deutsche und internationale Titel) und somit eine ideale Partnerin für das Sparring und Wettkampftraining. Dabei hat auch Isabel ein enormes Pensum auf sich genommen, denn sie studiert in Erlangen und pendelt häufig zum Training mit der „kleinen“ Schwester nach Nennslingen.
Überhaupt die Familie: Alle unterstützen die Ausnahmesportlerin: „Sie bringen alle sehr viel Verständnis für meinen Sport und müssen vor den großen Turnieren auch meinen Launen ertragen“, erzählt Vanessa mit einem Schmunzeln. Die Olympionikin, die in Buenos Aires mit dem Nationalteam im deutschen Haus wohnen wird, freut sich, dass ihre Mutter Marika und ihre Schwester Isabel nach Argentinien reisen und sie vor Ort unterstützen, während Vater Ernst und der jüngere Bruder Mathias von zu Hause die Daumen drücken werden.
Enorme Disziplin und reichlich Durchhaltevermögen sind nötig, um sich überhaupt für Olympia zu qualifizieren. Ihre Motivation zieht Vanessa Beckstein, wie sie selber unterstreicht, vor allem „aus dem Spaß am Sport“. Ebenfalls ein positiver Aspekt ist für sie das Reisen, das für sie mit dem Taekwondo verbunden ist. Sie war schon in zahlreichen Ländern Europas unterwegs und hat dort genauso unterschiedliche Kulturen kennengelernt wie in Tunesien (Afrika) oder Südkorea (Asien), Südamerika kommt jetzt als weiterer Kontinent hinzu. Am Taekwondo reizt die 17-Jährige besonders der Kampfgeist, der dahintersteckt, und das Selbstbewusstsein, dass man daraus bilden kann. Ebenfalls wichtig für sie als Sportlerin, bei der Fairness weit vorne steht: „Taekwondo ist eine Kampfkunst, die vielen klaren Regeln folgt, die man einhalten muss“.

Silber vor acht Jahren
So wird es nun auch in Argentinien sein. Als erste Nennslingerin und als zweite Sportlerin aus dem Weißenburger Raum startet sie bei der Jugend-Olympiade. Die Vorgängerin war Antonia Katheder vom TSV 1860 Weißenburg. Die Störzelbacherin hat im Jahr 2010 bei der Premiere der Olympischen Jugendspiele in Singapur Silber geholt, und zwar ebenfalls im Taekwondo. Das wäre natürlich auch für Vanessa Beckstein acht Jahre später ein Riesenerfolg.
Gut gerüstet scheint sie zu sein: Mit der Vorbereitung zeigten sich sowohl Heimtreiner Horst Scholz als auch Bundestrainer Marco Scheiterbauer sehr zufrieden. Daran konnte auch das abschließende Turnier in Warschau nichts ändern. Bei der Polish Open waren beide Beckstein-Schwestern am Start, hatten aber mit logistischen Problemen schwer zu kämpfen. Isabel musste, zermürbende Wartezeiten hinnehmen und schied dann frühzeitig aus. Vanessa war aufgrund von Terminen des DOSB unter Zeitdruck, gewann aber dennoch ihre ersten beiden Kämpfe. dann musste sie aufgrund organisatorisch bedingten Zeitverzögerungen auf den dritten Fight verzichten – der gebuchte Flieger nach München hätte sicher nicht gewartet.
„Kein tolles Turnier“ lautete das trockene Fazit von Trainer Horst Scholz. Er zog aber gleich den positiven Aspekt heraus: „Eine schlechte Generalprobe war schon immer gut“.

01. – 20.10.2018 Olympische Jugendspiele in Buenos Aires

Taekwondoathletin Vanessa Beckstein bei den Jugendspielen in Buenos Aires

Traum von olympischer Medaille ging nicht in Erfüllung

Die 17-Jährige vom SV Nennslingen schied im Viertelfinale trotz einer furiosen Aufholjagd aus – Endtäuschung ja, aber auch Freude bei einem solchen Riesenturnier dabei zu sein.

Von Uwe Mühling

Der Traum vom Medaillengewinn bei den Olympischen Jugendspielen ist für Vanessa Beckstein nicht in Erfüllung gegangen. Die 17-JährigeTaekwondo-Ausnahmeathletin aus den Reihen des SV Nennslingen schied bei dem sportlichen Highlight in Buenos Aires im Viertelfinale aus. Dennoch war es eine außergewöhnliche Leistung, sich überhaupt als einzige deutsche Taekwondo-Kämpferin für Olympia qualifiziert zu haben.
Irgendwie lief es an dem Wettkampftag im „Oceania Pavillon“ nicht so wie erhofft für die amtierende Jugend-Europameisterin und Weltmeisterschaftsdritte vom Jura. Im Achtelfinale war zunächst der Kampf gegen die Mazedonierin Anamarija Georggieyska angesetzt. das Duell war aber schon auf der Waage entschieden, denn Vanessas Gegnerin war zu schwer für die Gewichtsklasse bis 55 kg und wurde disqualifiziert. Vanessa freute sich natürlich, gleich im Viertelfinale zu stehen. Im Nachhinein gesehen hätte der Nennslingerin der Fight vielleicht gut getan, wie sie selber sagt, um in den Wettbewerb zu finden.
Jedenfalls hatte es Vanessa Beckstein, die im Vorfeld monatelang hart und intensiv trainiert hatte und in Buenos Aires von Bundestrainer Marco Scheiterbauer gecoacht wurde, im Viertelfinale mit der starken griechischen Vertreterin Fani Tzeli zu tun hatte. Die erste Runde ging mit 5:0 Punkten an Fani Tzeli, die im zweiten Abschnitt 8:0 nachlegte. Dann blies Vanessa Beckstein zur Aufholjagt und verkürzte zum Ende von Runde zwei auf 10:8. Der Kampf war wieder offen. Im dritten Durchgang kam Vanessa 40 Sekunden vor Schluss sogar auf 12:11 heran. Es knisterte vor Spannung, dann aber zog die Griechin wieder davon und verbuchte die dritte Runde noch mit 19:11 für sich.
Der Endstand von 11:19 aus Vanessas Sicht bedeutete für die mehrfache Deutsche Meisterin das vorzeitige Aus. „Ich habe einfach zu viel gewartet und zu viel mit dem Kopf agiert und mich zu wenig auf mein Bauchgefühl verlassen“, lautete ihre erste Analyse. Auch als sie in der dritten Runde dran war, habe sie letztlich „zu viel überlegt“. Folglich verlor sie den Kampf und beendete das olympische Turnier auf Platz fünf. Fani Tzeli stand hingegen im Halbfinale, wo sie gegen die spätere Goldmedaillen-Gewinnerin Kanthida Saengsin aus Thailand verlor. Rang zwei ging an die Marokkanerin Safia Salih. Bronze bekam neben Tzeli auch die Brasilianerin Sandy Camilia Leite-Madeco.

Empfang in Nennslingen
Rückflug mit der gesamten deutschen Mannschaft ist für Vanessa am 20. Oktober (Mutter und Schwester fliegen schon früher).Wenige Tage nach der Heimkehr gibt es in Nennslingen im SVN-Sportheim einen Empfang ihres Heimatvereines und der Marktgemeinde für die Ausnahmesportlerin. Termin ist Dienstag, 23. Oktober, um 19 Uhr. Der Empfang war bereits vor Olympia geplant und soll die herausragenden Leistungen der 17-Jährigen würdigen.
Ausgezeichnet werden bei diesem Anlass auch ihre ältere und ebenfalls sehr erfolgreiche Schwester Isabel sowie ihr Trainer Horst Scholz, der seit 40 Jahren Taekwondotrainer am Jura arbeitet und seit 1989 die entsprechende Sparte beim SV Nennslingen leitet.

Scholz „Da war mehr drin“
Vanessa, die in Argentinien auch von ihrer Schwester (und Trainingspartnerin) Isabel sowie von ihrer Mutter Marika unterstützt wurde, wäre am Ende auch gerne auf dem Treppchen gestanden. „Das war direkt nach dem Kampf schon eine ziemlich heftige Enttäuschung für mich, weil ich nur einen Sieg gebraucht hätte, um den Traum von einer Medaille für mich und alle, die mich unterstützt haben, wahr zu machen“, war Vanessas erste Reaktion. in den Stunden danach setzte sich dann doch ein anderer Gedanke durch: „Ich sehe das Positive, denn überhaupt bei einem solchen Riesenturnier dabei zu sein, ist schon der Hammer und ich versuche daraus zu lernen“. Trost und Aufmunterung kamen gleich von der Deutschen Taekwondo-Union (DTU) „Kopf hoch, Du warst Teil der Deutschen Olympischen Mannschaft und das haben bisher noch nicht viele Kämpfer geschafft“, lautete die Botschaft an Vanessa, deren „energische Aufholjagd leider nicht belohn wurde“.
Auch Vanessas Heimtrainer beim SV Nennslingen, Horst Scholz, konnte seine Endtäuschung nicht verbergen. „Vanessa war optimal vorbereitet und war top drauf. Sie ist in dem Kampf aber leider unter ihren Möglichkeiten geblieben“, sagte er gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Scholz hat  sich den Fight zu Hause in Nennslingen im Livestream angeschaut, dabei allerdings einige taktische Fehler ausgemacht. „Sicher war die Griechin eine äußerst unbequeme und auch körperlich viel größere Gegnerin, dennoch war für Vanessa, die eigentlich eine Bewegungskünstlerin ist, mehr drin“.
Von ihren rund 70 registrierten Kämpfen hat Vanessa Beckstein etwa 80 Prozent gewonnen – eine strake Quote und umso bitterer ist es, dass nun ausgerechnet der olympische Fight verloren ging. Mit einem Sieg wäre sie im Halbfinale gestanden und hätte dabei durch das Reglement im Taekwondo bereits eine Medaille sicher gehabt. In den kommenden Tagen wird sie den Kampf sicher noch öfter durchgehen und mit ihren Trainern genau analysieren. Vor allem aber wird sie versuchen, die verbleibenden Tage in Buenos Aires zu genießen, viel vom besonderen Flair der Jugendolympiade mitnehmen und möglichst viele andere Sportarten kennenzulernen. Dieses einzigartigen Erlebnisse und Erfahrungen wird der angehenden Abiturientin (12. Klasse am Weißenburger Gymnasium) keiner mehr nehmen. Die III. Olympischen-Jugend-Sommerspiele laufen vom 6. bis 18. Oktober in Buenos Aires. In der argentinischen Hauptstadt kämpfen mehr als 3000 Athleten aus über 200 Ländern zwischen 15 und 18 Jahren bei 185 Wettbewerben in 28 Sportarten um Medaillen. 75 Toptalente wurden für Deutschland nominiert – unter ihnen auch Vanessa Beckstein vom SV Nennslingen (Taekwondo). Im Juli 2013 erhielt Buenos Aires den Zuschlag vom Internationalen Olympic Comitee (IOC). Für die Ausrichtung hatten sich auch Glasgow, Guadalajara, Medellin, Posen und Rotterdam beworben. Es ist die dritte Jugendolympiade nach 2010 in Singapur und 2014 in Nanjing/China. Vor acht Jahren gewann die Störzelbacherin Antonia Katheder (TSV Weißenburg) in Singapur die Silbermedaille und zwar ebenfalls im Taekwondo. Botschafter der Spiele in Buenos Aires 2018 ist kein Geringerer als Fußball-Superstar Lionel Messi.

23.10.2018 Hohe Auszeichnung für Vanessa und Isabel Beckstein sowie deren Trainer Horst Scholz

Vom SV Nennslingen aus in die Taekwondo-Weltspitze

Feierstunde für das Erfolgstrio im Sportheim – Ehrenpreis des BTU-Präsidenten, Sportpreis Mittelfranken und BLSV-Gold mit Brillanten vergeben – Vanessa ist zurück von Olympia

Der SV Nennslingen hat sich in erster Linie dem Breitensport verschrieben. Er hat es aber zugleich geschafft, zwei absolute Spitzensportlerinnen hervorzubringen. Vanessa und Isabel Beckstein sind seit Jahren im Taekwondo national und international erfolgreich. Für ihre „grandiosen sportlichen Leistungen“ (so Landrat Gerhard Wägemann) wurden sie jetzt zusammen mit ihrem Trainer und Abteilungsleiter Horst Scholz ausgezeichnet.
Der Zeitpunkt für den Ehrungsabend war bewusst gewählt. Nur wenige Tage nach der Rückkehr von Vanessa Beckstein von den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires luden der Sportverein und die Gemeinde Nennslingen zur Feierstunde ins Sportheim. Dort waren neben Bürgermeister Günter Obermeyer, einem Großteil des Marktgemeinderates und vielen Vereinsmitgliedern (vor allem aus der Taekwondo-Sparte) auch etliche Gäste von außerhalb gekommen. Allen voran konnte SVN-Vorsitzender Fritz Kirchdorffer den Präsidenten der Bayerischen Taekwondo-Union (BTU) Gerd Kohlhofer und dessen „Vize“ Hasim Celik begrüßen. Auch die Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Brigitte Brand, sowie Landrat Gerhard Wägemann waren dabei.

Mittelfränkischer SportpreisDer Landkreischef hatte bereits vor einigen Tagen die Laudatio für Vanessa Beckstein gehalten, als in Ansbach der „Sportpreis Mittelfranken“ vergeben wurde. Weil Vanessa zu diesem Zeitpunkt noch mit dem deutschen Team bei Olympia in Argentinien weilte, nahmen ihre Eltern Marika und Ernst die Ehrung in der Kategorie „Sportliche Leistung unter 18 Jahren“ entgegen. Inzwischen haben sie die Auszeichnung an ihre Tochter weitergegeben.
Wägemann hatte in Ansbach neben den deutschen Meistertiteln, zwei Siegen bei der Europameisterschaft und zwei dritten Plätzen bei der Weltmeisterschaft vor allem Vanessas Qualifikation für die „Olympic Youth Games“ in Argentinien herausgestellt. Hier war die 17-jährige Nennslingerin als einzige deutsche Taekwondo-Athletin qualifiziert, schied dann allerdings im Viertelfinale etwas unglücklich aus (wie berichtet ausführlich). Dennoch war es ein großer Erfolg, überhaupt in Buenos Aires dabei zu sein, und Vanessa schwärmt rückblickend von den tolle Erlebnissen rund um die Wettkämpfe und freut sich, dass sie es überhaupt zu einem solchen „Riesenturnier“ geschafft hat.
Zusammen mit ihrer älteren Schwester Isabel (19), die national und international ebenfalls viele Titel und Spitzenplätze geholt hat, und ihrem langjährigen Vereinstrainer Horst Scholz bildet die Olympionikin „ein harmonische Team“, wie Wägemann sagte. „Beide Mädels zeigen sportliche Leistungen auf höchstem Niveau“. Einen großen Anteil an den Erfolgen habe Horst Scholz, der „seit vielen Jahren eminent viel Zeit und Ehrgeiz sowie hohes persönliches Engagement in die beiden Talente und in die Taekwondo-Abteilung des SV Nennslingen investiert“.
Neben dem mittelfränkischen Sportpreis gab es für Vanessa Beckstein auch den selten vergebenen „Ehrenpreis des BTU-Präsidenten“ aus den Händen von Gerd Kohlhofer. Auch er stellte neben den Leistungen der Olympiateilnehmerin die „super Unterstützung“ durch deren Schwester Isabel heraus. „Es ist von beiden eine Riesenleistung“ sagte Kohlhofer. Und weiter: „Ihr habt einen Toptrainer, gerade in den kleinen Vereinen wird hervorragende Arbeit geleistet:“ Insofern lag es nahe, dass Horst Scholz ebenfalls den „Ehrenpreis des BTU-Präsidenten erhielt.
Mehr noch: Für seine 40-jährige Tätigkeit als Taekwondotrainer in Nennslingen sowie fast 30 Jahre als Abteilungsleiter bekam Scholz die BLSV-Verdienstnadel in Gold mit Brillanten von der Kreisvorsitzenden Brigitte Brand verliehen. Für seine Ehefrau Theresia gab es Blumen vom Verein und ebenfalls ein herzliches Dankeschön. Brigitte Brand gratulierte den beiden Sportlerinnen sowie dem langjährigen Coach zu den „tollen Leistungen“.
Auch Bürgermeister Günter Obermeyer fand lobende Worte, erinnerte an diverse Einträge ins „Goldene Buch“ der Marktgemeinde und freute sich, dass die zwei Mädels trotz aller Erfolge „einfach geblieben sind“ und ihre Wurzeln eindeutig in Nennslingen haben. Sie unterstützen Horst Scholz im Taekwondo-Training, sind bei den „Wild Dancers“ ebenso engagiert wie bei der Evangelischen Landjugend. Gleichzeitig tragen sie den Namen Nennslingen in positivem Sinne weit hinaus.
Horst Scholz zeichnete den Weg seiner beiden Toptalente von den „Kampfzwergen“ hin zur Weltspitze nach und hatte dazu einige Videos von den Fights der zwei Ausnahmeathletinnen mitgebracht. 2006 fing Isabel an, zwei Jahre später folgte Vanessa. Dass die beiden Schwestern mit ihrem Trainer zusammenkamen, bezeichnete Scholz als „Glückstreffer“. Wichtig war auch, dass der SVN 2007 beschloss, wieder Turniere zu besuchen. Ziel damals: die Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft. Dass es gut zehn Jahre später neben nationalen Meisterschaften auch internationale Turniere und sogar die Olympischen Jugendspiele geworden sind, ist eine sportliche Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Vorbild und KrönungVorstand Fritz Kirchdorffer brachte es auf den Punkt: „Wir reiben uns immer noch verwundert die Augen, aber hier haben Trainer, Sportlerinnen, Familie und Verein einfach zusammengepasst“. Die beiden jungen Damen wirken, so Kirchdorffer, „positiv als Vorbild, übernehmen Verantwortung und unterstützen den Abteilungsleiter“. Für den 70-jährigen Scholz, der in Gersdorf lebt, seien die Erfolge der vergangenen zehn Jahre die „Krönung“ seiner Tätigkeit.
Stichwort Familie: Bei ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Matthias bedanken sich Vanessa und Isabel Beckstein ebenso herzlich wie bei ihrem Trainer Horst Scholz, „der uns geholfen hat, unseren Traum zu erfüllen“, bei allen Unterstützern, beim SV Nennslingen und seiner Taekwondo-Sparte, bei Gemeinde, Landrat, Verband und auch bei den Freunden für das Verständnis sowie nicht zuletzt für die Geschenke und Auszeichnungen an dem Abend.

Bericht UWE MÜHLING

20.10.2018 3. Bayern Pokal in Bobingen

Gute Plätze erkämpft

Anna Satzinger qualifizierte sich für die Bayerische Meisterschaft
Freuen sich über die guten Plätze beim Bayern-Pokal: Coach und Athletin Isabel Beckstein, Annegret Hölzel, Selina Patko, Anna Satzinger, Abteilungsleiter und Trainer Horst Scholz. Die Nachwuchs-Taekwondoka des SV Nennslingen haben sich beim dritten Bayern-Pokal in Bobingen wieder Medaillenplätze geholt.
Für die 237 Teilnehmer aus 40 Vereinen wurde in beiden Leistungsklassen mit dem elektronischen Daedo-System und Video-Replay gekämpft. Für den Großteil der Teilnehmer ging es in Bobingen vor allem darum, sich in die Medaillenränge vorzukämpfen. Wer es ins Finale schaffte oder zumindest seine zweite Bronzemedaille gewann, hatte das Ticket für die Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft (BM) am 24. November in Rottenburg an der Laaber in der Tasche. SVN Athletin Selina Patko (Jugend A) trat zum ersten Mal seit 2016 wieder auf die Wettkampfmatte. Die lange Pause machte sich bemerkbar, Selina verlor das Halbfinal und holte sich letztlich die Bronzemedaille. Leider konnte sie sich damit nicht für die Bayerisch Meisterschaft qualifizieren. Anna Satzinger verlor in der Jugend C das Halbfinale, holte sich damit jedoch zum zweiten Mal in 2018 die Bronzemedaille und hat sich somit für die Landesmeisterschaft qualifiziert. Annegret Hölzel (Jugend C) konnte locker in den Ring steigen, denn sie war bereits für die „Bayerische“ qualifiziert. Sie verlor das Finale und bekam dafür die Silbermedaille.

06.-12.11.2018 EURO U21 in Warschau

Nach Olympia gleich die Euro
Vanessa Beckstein (17) unterlag in Warschau im Viertelfinale der U21

Medaille knapp verpasst: Vanessa Beckstein (hier mit dem Ehrenpreis des BTU-Präsidenten)
schied bei der EM im Viertelfinale aus.

Nur wenige Tage nach ihrer Rückkehr von den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires war Vanessa erneut bei einem großen internationalen Turnier am Start. In Warschau (Polen) nahm die 17-jährige Taekwondo-Athletin an der U21- Europameisterschaft teil. Wie zuvor bei Olympia musste sich die Topsportlerin aus den Reihen des SV Nennslingen erneut im Viertelfinale geschlagen geben.
Vanessa startete in der Gewichtsklasse bis 53 kg (Bantam) und kam mit zwei souveränen Kämpfen gegen Kontrahentinnen aus Griechenland (24:2) und Dänemark (22:2) hervorragend in das Turnier, das mit 38 Teilnehmerinnen sowohl quantitativ als auch qualitativ stark besetzt war. Laut Bericht der Deutschen Taekwondo Union (DTU) zeigte die junge Nennslingerin von Anfang an, dass sie eine Anwärterin für eine Medaille ist. Trotz Verletzung an der Hand lieferte Vanessa Beckstein auch im dritten Kampf gegen eine russische Taekwondoka eine beherzte Leistung und siegte am Ende mit 15:7 Wertungspunkten.
Im Viertelfinale angekommen, stand Vanessa dann eine sehr starke und drei Jahre ältere Gegnerin aus der Türkei gegenüber. Die Senioren-Weltmeisterin Zeliha Agris. Die Türkin konnte immer wieder klare Treffer landen, doch Vanessa zeigte enormen Ehrgeiz und Siegeswillen und kämpfte sich durch technisch stark gemachte Kopftreffer wieder zurück. Bis kurz vor Schluss waren ein Sieg und eine Medaille für die 17-jährige Gymnasiastin realistisch. Allerdings konnte auch die Türkin am Ende noch einen Kopftreffer landen, sodass sich Vanessa trotz einer – laut DTU „tollen Leistung – knappgeschlagen geben musste und somit das Halbfinale und das erhoffte Edelmetall verpasste.

09.-11.11.2018 Croatia Open in Zagreb

In Kroatien am Start
Isabel Beckstein schied im zweiten Kampf gegen spätere Siegerin aus

Lospech: Isabel Beckstein traf frühzeitig auf die Topfavoritin und schied bei den
„Croatia Open“ aus.

Mit über 1000 Teilnehmern war die „Croatia“ Open auch dieses Jahr wieder hervorragend besucht. Am Start war auch Isabel Beckstein vom SV Nennslingen die gegen die spätere Turniersiegerin ausschied und einen Platz auf dem Treppchen verpasste.
Aus aller Herren Länder starteten Top-Athletinnen und -Athleten im „Dom Sportova“ in Zagreb. Unter ihnen war auch die Nennslinger Taekwondoka Isabel Beckstein. In ihrem Pool der Damen bis 57 kg, der mit 19 Fighterinnen besetzt war, waren vier Kämpf angesetzt. Ihr erstes Duell gegen die Kroatin Mateja Horvat entschied Isabel souverän mit 12:6 Punkten für sich.
Doch das Losglück war nicht auf Nennslinger Seite. Schon im nächsten Zweikampf musste die 19-jährige gegen die auf der Liste stärkste Fighterin antreten. Nikita Glasnovic, ebenfalls aus Kroatien, eine hervorragende und sehr erfahrene Zweikämpferin besiegte Isabel Beckstein mit 18:3 Zählern und holte sich auch später den Turniersieg. „Isabel hat ihr Bestes gegeben. Sie hat zwar keine Medaille geholt, doch unwahrscheinlich viel dazugelernt“ so Trainer Horst Scholz.
Wer beim Taekwondo in Nennslingen mitmachen will, kann sich auf der Homepage (www.sv-nennslingen.de/taekwondo) informieren oder einfach beim Training vorbeischauen.

24.11.2018 Hochschulmeisterschaft in Jena

Weiterer großer Erfolg für die Taekwondo-Athletin des SV Nennslingen

Isabel Beckstein ist neue Deutsche Hochschulmeisterin
Die 19 jährige Studentin vom Jura holte bei den Damen in der

Gewichtsklasse bis 57 kg die Goldmedaille – Gute Chancen auf die Teilnahme an der Universiade 2019 in Neapel

Große Freude beim SVN: Isabel Beckstein mit ihrem Trainer Horst Scholz

Starke Kampfleistung: Isabel  Beckstein vom SV Nennslingen (links, hier gegen Alina Przygoda) holte sich die Goldmedaille bei der stark besetzten Hochschulmeisterschaft in Jena. Sie gewann in der Damenklasse bis 57 kg.

Über 100 Studierende von über 40 Universitäten aus dem gesamten Bundesgebiet waren jetzt nach Jena gekommen um in der thüringischen Stadt die Titel der Deutschen Hochschulmeister 2018 im Taekwondo untereinander auszumachen. Eine Goldmedaille holte sich dabei Isabel Beckstein vom SV Nennslingen

Die diesjährige Hochschulmeisterschaft in den Disziplinen Zweikampf oder Poomsae (Formen) kann man zu einer der am hochkarätigsten besetzten der vergangenen Jahre zählen. Unter den Startern befanden sich Topathleten sowohl aus dem Freikampf als auch aus dem Formenbereich. Alle haben die Weltspiele der Studierenden 2019 im Visier. Die Universiade ist, nach den Olympischen Spielen, die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt. Mit mehr als 8000 Teilnehmer werden dazu im kommenden Jahr in Neapel (Italien) erwartet. Die Athleten die sich hier qualifizieren, können doppelte Weltranglistenpunkte sammeln.
Auf den Matten tummelten sich mehrfache Deutsche Meister und Meisterinnen sowie internationale Medaillengewinner im Zweikampf – entsprechend hart umkämpft war die Damenklasse bis 57 kg, und das ist die Klasse von Isabel Beckstein , die von der TU München gemeldet war. Die Nennslinger Topathletin traf im Viertelfinale auf Alina Przygoda von der HS Bund Brühl. Nach drei Runden entschied Isabel den Fight mit 14:3 Punkten für sich und stand im Halbfinale. Hier erwartete sie die vier Jahre ältere Julia Ronken (DSHS Köln). Auch diesen Zweikampf entschied die Nennslinger Taekwondoka mit 8:3 Zählern für sich.
Finale gegen Titelverteidigerin
Das Finale stand bevor, hier traf die 19 Jahre alte Isabel auf eine alte Bekannte aus dem Nationalkader, die Favoritin Jasmin Richter (Uni Jena). Bei dem Vergleich zweier hochklassiger Kaderathletinnen wollte die Thüringer Lokalmatadorin unbedingt ihren Hochschulmeistertitel von 2017 zu verteidigen.
Jasmin ging mit 5 Punkten in Führung, doch Isabel holte Zähler für Zähler auf. Neun Sekunden vor Ende der dritten Runde setzte die bayerische Athletin den entscheidenden Treffer. In einem spannenden Duell und dem eisernen Willen zu gewinnen, holte sich Beckstein mit einem Punkt Vorsprung (9:8) den Titel – „Deutsche Hochschulmeisterin 2018“. „Isabel hat somit die besten Voraussetzungen für die Teilnahme an der Universiade 2019 in Neapel geschaffen“, lobte SVN-Trainer Horst Scholz.

15.12.2018 Bundesdanprüfung in Bad Homburg

Mit 70 Jahren zum 4. DAN

Der Trainer und Abteilungsleiter trumpfte als Sportler auf
und schaffte den 4. DAN – „Unfassbar“
Diesmal stand der Trainer im Mittelpunkt: Horst Scholz meisterte den 4. DAN.
Mit ihm freuten sich Isabel und Vanessa Beckstein

Das muss ihm erst mal einer nachmachen: Im Alter von 70 Jahren hat Horst Scholz den 4. DAN im Taekwondo abgelegt. Der langjährige Abteilungsleiter und Trainer des SV Nennslingen ist also auch selbst als Sportler erfolgreich und nach wie vor topfit.
Horst Scholz, der vor Kurzem für seinen vielfältigen Einsatz die Verdienstnadel des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) in Gold mit Brillanten erhalten hat, nahm in Bad Homburg an der Bundesdanprüfung teil. Dort war er mit Abstand der älteste Starter und bestand seine Prüfung zum 4. DAN (Schwarzgurt) mit großem Erfolg.
Der 70-jährige Gersdorfer musste verschiedene Disziplinen der Kampfkunst Taekwondo zum Besten geben und dabei Höchstleistungen zeigen. Angefangen wurde mit drei Formen, genannt Poomse. Zu Beginn konnte man ein paar kleine Konzentrationsschwächen erkennen, der erfahrene Trainer ließ sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen und beendete dies Übung mit einem guten Ergebnis. Danach folget das sogenannte Il bo taereon, der Einschrittkampf. Man kann sich diesen Teilbereich vorstellen wie einen Kampf ohne großen Körperkontakt.  Hier zeigte sich Scholz von Anfang an souverän und arbeitete seine Choreografie fehlerlos ab.
Die dritte Performance war Hosinsul, also Selbstverteidigung. Hierfür musste sich der SVN-Trainer ein eigenes Programm zurechtlegen, vergleichbar mit einer Choreografie beim Tanzen. Hier war er voll in seinem Element und konnte mit einer sehenswerten Show glänzen, indem er sämtliche Angriffe seiner Schülerinnen Vanessa und Isabel Beckstein abwehrte.
Als Letztes stand der Bruchtest an. Auch dieser muss etwas Besonderes sein, um den 4. DAN verliehen zu bekommen. Horst Scholz setzte voll auf seine Stärken und bewies sich mit einem doppelten Fauststoß ohne Ausholbewegung. Auch hier zeigte sich die langjährige erfahrung des Juraners, der die Bretter problemlos brach.
Vor allem die Selbstverteidigung und der Bruchtest ernteten im Publikum viel Applaus. Somit musste nur noch das auf das endgültige Ergebnis gewartet werden. Dieses war dann aufgrund seiner kontinuierlichen starken Leistung wie zu erwarten: Horst Scholz bestand mit seinen 70 Jahren die Bundesdanprüfung zum 4. Schwarzgurt und machte sich damit ein schönes, vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Diese „unfassbare Leistung“ hob auch der Prüfungswart der Deutschen Taekwondo Union (DTU), Wiffried Pixner, bei der Verleihung der Urkunden an die rund 50 Teilnehmer besonders hervor, und es gab zum Lohn auch einen kräftigen Applaus.
Seine Schützlinge Isabel und Vanessa Beckstein sowie die mitgereisten Unterstützer (Scholz‘ Ehefrau, seine Tochter und Enkel) zeigten sich mächtig stolz auf den DAN-Träger. Und Horst selbst? er freut sich schon auf eine weitere Prüfung zum 5 DAN, die allerdings erst in vier Jahren Wartezeit möglich ist.

Bericht Isabel u. Vanessa Beckstein