Aktuelles

Gold-Trio des SV Nennslingen
Beim Challenge-Cup in Altmannstein traten drei Taekwondo-Sportlerinnen des

Jura-Vereins an und allesamt belegten sie in ihrer Alters- und Gewichtsklasse
den ersten Platz.

Dreimal Gold: jenna Thierbach (vorn Anna Satzinger (li:) und Annegret Hölzel

Der Taekwondo-Nachwuchs des SV Nennslingen hat sich mit drei Athletinnen am Challenge Cup in Altmannstein beteiligt. Alle drei sich dabei die Goldmedaille.
Erstmals bei einem bayerischen Turnier waren andere Kampfzeiten vorgegeben. Es wurden nicht wie üblich bei der Jugend C und B drei x 1,5 Minuten gefightet, sondern es gab eine Gesamtkampfzeit von fünf Minuten, und jeder Coach durfte einmal eine Unterbrechung von 30 Sekunden einfordern, was allerdings sehr gut funktionierte.

Gewichtsklassen zusammengelegt
Zunächst herrschte große Endtäuschung im SVN-Team, denn für einige Gewichtsklassen waren keine oder zu wenig Athleten vorhanden. Somit mussten Gewichtsklassen zusammengelegt werden.
Jenna Thierbach (Jugend A) kämpfte gegen Hanna Heiner von TKD Kirchseon, die vier Jahr älter ist und aus der Damenklasse kam. Doch die SVN-Taekwondoka zeigte keine Furcht und siegte mit 18:4 Punkten.
Annegret Hölzel trat gegen Arene Zilic, einen Jungen von Jaguar Lauf an. Er hatte keine Change gegen das Können und die Überlegenheit von Annegret und musste ebenfalls mit 20:8 die Matte verlassen.
Anna Satzinger war nun an der Reihe. Dem Nennslinger Team war bewusst: Das wird richtig schwer, denn man kannte die Gegnerin von vergangenen Turnieren – Zekiye Ünlübay, eine hervorragende Kämpferin aus Ochsenhausen. Doch Anna ging selbstbewusst an die Sache heran und wollte ebenfalls „Gold“.
Bis zur ersten Pause, die vom gegnerischen Coach angefordert wurde, lag die SVN-Taekwondoka punktemäßig weit hinten. Doch die junge Juranerin kämpfte verbissen und zog nach. Die Ochsenhausnerin hatte sich vermutlich in der ersten Runde zu sehr verausgabt. Jetzt zeigte sich die Power der Nennslingerin. Anna holte Punkt für Punkt, und bei einem Zählerstand von 42:38 brach Zekye endgültig ein. Sie gab auf und Anna Satzinger hatte den Sieg sicher.
„Drei Athletinnen und drei Goldmedaillen, also 100%“, freute sich Trainer Horst Scholz mit seinen Schützlingen über die Erfolge, die zugleich Motivation für die kommenden Veranstaltungen und Wettkämpf sind.

Diesmal keine Medaillen geholt
Für Isabel und Vanessa Beckstein gab es diesmal bei der German Open Taekwondo
keine Medaillen 

Eher ungewohnte Bilanz für die beiden Taekwondoka Isabel und Vanessa Becketein: Bei den German Open in Hamburg schieden die beiden Kampfsportlerinnen des SV Nennslingen in der zweiten Runde aus und fuhren ohne Medaillen nach Hause. Beide unterlagen jeweils Athletinnen, die in der Weltrangliste weit vorne stehen.
Für beide Athletinnen waren der Auslosung zufolge fünf Zweikämpf vorgesehen. Isabel Beckstein startete mit einer hervorragenden Leistung. Der erste Fight gegen Agnete Jensen aus Dänemark wurde in der dritten Runde bei 24:2 Punkten für die junge Nennslingerin abgebrochen. Dass der zweite Kampf schwer würde, wussten Trainer wie auch die mehrfache Deutsche Meisterin. Sie musste gegen Rafaela Araujo aus Barasilien auf die Matte, die aktuell im World Ranking auf Platz fünfzehn steht. Drei Runden schenkten sich die beiden Taekwondoka nichts und im Duell zweier Topathletinnen rächen sich die kleinsten Fehler. Isabel Beckstein musste nach der dritten Runde mit einem Punkt Unterschied, einer knappen 15:16-Niederlage die Matte verlassen und war somit aus dem Rennen.
Ähnlich erging es ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Vanessa. Mit 17 Jahren war sie die jüngste Starterin in der Damenklasse. Die SVN-Athletin war von der Bayerischen Taekwondo Union (BTU) nominiert und von Landestrainer Yilmaz Nurettin gecoacht. Auch Vanessa Beckstein zeigte in ihrem ersten Kampf, eine hervorragende Leistung. Mit 17:5 Punkten schickte sie, nach drei Runden, die Dänin Mariam Mahnu von der Matte. Die Konkurrenz bei der Mammutveranstaltungen (1370 Teilnehmer) war groß, und die junge Topathletin vom fränkischen Jura musste gegen die auf der Weltrangliste Platz zehn geführte Zongshi Luo aus China antreten. Die Chinesin war deutlich größer als Vanessa Beckstein, kämpfte aber in der gleiche Gewichtsklasse. Die Nennslingerin zeigte deutlich Respekt vor der großen Reichweite ihrer Kontrahentin, verlor mit 10:4 Punkten und war damit ebenfalls aus dem Rennen.

Deutsche Meisterschaft Senioren in Nürnberg

Gold und Bronze für die Beckstein-Schwestern

Bei der Deutschen Meisterschaft Taekwondo-Meisterschaft in Nürnberg

Isabel (19) holte den Titel, Vanessa (17) kam auf Rang drei – Beide starteten in der Damenklasse bis 57 kg – Am Wochenende nach Hamburg

Strahlen um die Wette, Isabel zum sechsten Mal Deutsche Meisterin
– Vanessa Bronze –

Isabel Beckstein ist erneut Deutsche Meisterin in Taekwondo. Die 19-jährige Athletin aus den Reihen des SV Nennslingen holte sich in Nürnberg  bereits zum sechsten Mal einen nationalen Titel. Ihre jüngere Schwester Vanessa (17) war neu in der Altersklasse der Damen dabei und schaffte auf Anhieb gleich Rang drei. Gold und Bronze also für die Beckstein-Mädels!
Die Geschwister Isabel und Vanessa Beckstein starteten beide in der gleichen Alter- und Gewichtsklasse, nämlich bei den Damen bis 57 kg. Ursprünglich hatten sich fünfzehn Sportlerinnen angemeldet, doch nach der Waage schrumpfte die Teilnehmerliste auf zehn Athletinnen zusammen.

Vanessa als „Küken“
Vanessa, mit 17 Jahren als „Küken“  bei den Damen am Start, erhielt ein Freilos und hatte somit maximal drei Zweikämpfe zu bestreiten. Ihrer ersten Kontrahentin  Ann Christin Dorow vom 1. Gelnhäuser Taekwondo Club ließ  die Nennslinger Taekwondoka keine Change. Nach der zweite Runde wurde der Fight bei einem Punktestand von 26:1 wegen klarer Überlegenheit abgebrochen. Schon stand die angehende Abiturientin, die das Weißenburger Gymnasium besucht, im Halbfinale.
Und sie wusste: Das wird nicht einfach! Jasmin Richter vom Tus Osterburg Weida betrat als Kontrahentin die Matte. Sie war die Finalgegnerin von Schwester Isabel  bei der Deutschen Uni-Meisterschaft vergangenes Jahr in Jena gewesen. Isabel hatte damals nur knapp mit einem Punkt Vorsprung gewonnen. Vanessa startete sehr vorsichtig und mit viel Respekt. Erste Runde 1:1, zweite Runde 1:1, dritte Runde 1:1. Jetzt wurde ein „Golden Point“ angehängt. Wieder kein Ergebnis. Somit musste der Computer entscheiden, wer die meisten Westenkontakte gehabt hatte und diese Wertung sprach für die Thüringerin. Jasmin Richter hatte das Halbfinale erreicht und für Vanessa gab es die Bronzemedaille.
Für ihre Schwester Isabel waren laut Auslosung vier Zweikämpfe angesetzt. Die SVN-Athletin, die inzwischen in München studiert, war in Topform und das zeigte sie auch. Erster Fight gegen Vanessa Greco vom Pforzheimer Judo Club, Abbruch nach der zweiten Runde bei einem Punktestand von 36:0 Und so ging es weiter: Fight Nummer zwei gegen Caroline Bauer, Taekwondo-Club Aken, Abbruch Runde zwei, Punktestand 22:1.
Halbfinale: Auch gegen Hosna Hakim vom Otc Bonn brach der Kampfleiter bei 20 Punkten Vorsprung zugunsten von Isabel Beckstein ab. Doch das wurde sofort korrigiert. Im Halbfinale und im Finale ist die 20-Punkte-Regelung nämlich aufgehoben. Die 19-jährige Juranerin musste also wieder auf die Kampffläche. Jetzt wurde es lustig und für Isabel etwas nervig. Denn jedes Mal wenn Isabel Beckstein einen Treffer landetet, schaltete das System ab und sagte „Stopp! Kampfende 20 Punkte Differenz“. Mit dem Endergebnis 31:1 war dann aber auch Rund drei überstanden.

Isabel dreht auf

im Finale standen sich wieder Isabel Beckstein und Jasmin Richter gegenüber. Jasmin ging mit vier Punkten in Führung und hielt diese auch zwei Runden. Trainer Horst Scholz blieb gelassen, er vertraute seiner Athletin. „Es kam, wie es kommen musste“, berichtet Scholz. „Isabel drehte auf, holte auf, überholte  und beendete den Zweikampf mit 12:8 Punkten für sich“. Sie hatte es wieder einmal geschafft und sich den Titel Deutsche Meisterin nun bereits zum sechsten Mal geholt.
An diesem Wochenende geht es nahtlos weiter. Das SVN-Trio fährt nach Hamburg zur German Open. 1370 Athleten/innen sind bis jetzt gemeldet. Mal sehen, ob Isabel und Vanessa Beckstein dort ihre Medaillensammlung mit vielen nationalen und internationalen Erfolgen weiter vergrößern können.

Schöne Erfolge beim Bayern-Pokal erkämpft

Jenna Thierbach holte Gold, Annegret Hölzel und Anna Satzinger jeweils Silber
– „Deutsche“ mit Beckstein-Schwestern morgen in Nürnberg  

Erfolgreiche Taekwondo-Sportlerinnen aus den Reihen des SV Nennslingen (von links): Jenna Thierbach, Isabel Beckstein, Vanessa Beckstein, Anna Satzinger und Annegret Hölzel

Die Nennslinger Nachwuchs-Taekwondoka haben sich am ersten Bayern Pokal in Memmingen beteiligt. Es war das erste Turnier des Jahres bei dem man sich für die Bayerische Meisterschaft qualifizieren kann, as denn auch mehreren Athletinnen des SV Nennslingen gelang. Während Isabel Beckstein zuletzt bei den „Belgian Open“ am Start war.
Doch zunächst zum Bayern Pokal:
Als Coach fungierte die Topsportlerin des SVN, Vanessa Beckstein. Annegret Hölzel (Jugend C) und Anna Satzinger (Jugend B) verloren jeweils den Finalkampf und erhielten die Silbermedaille. Jenna Thierbach (Jugend A) erkämpfte sich den ersten Platz und bekam dafür Gold. Somit haben sich die drei Nennslinger Kämpferinnen schon beim ersten Qualifikationskampf für die „Bayerische“ qualifiziert und können ganz gelassen an den noch drei weiteren bayerischen Turnieren teilnehmen. Eine sehr guter Saisonauftakt, über den sich nicht zuletzt die junge Trainerin freute.
Isabel Beckstein war zudem mit ihrem Coach und Abteilungsleiter Horst Scholz nach Lommel/Belgien gereist, hatte dort aber weniger Glück. Bei der „Belgian Open“ handelte es sich um ein G2 Turnier. Jedes Land erhält ein G1 Turnier und jeder Kontinent ein G2 Turnier. G2-Turniere sind immer sehr stark besetzt, da es doppelte Punkte für die Weltrangliste gibt. Bei dem Vergleich in Lommel gingen 1699 Athleten/innen an den Start. Es trafen sich die besten Taekwondoka der Welt.
Isabels Gewichtsklasse war mit insgesamt 45 Fighterinnen aus aller Herren Länder besetzt. Die Juranerin stand gleich im ersten Zweikampf der sehr starken und fünf Jahre älteren Serbin Aleksandra Radmilovic gegenüber. In der erste Runde ging die SVN-Sportlerin mit zwei Punkten in Führung, doch in der zweiten Runde glich die Serbin auf 2:2 aus. Isabel kämpfte verbissen und hielt das Ergebnis bis Ende der dritten Runde stabil. Jetzt wurde eine vierte Runde, ein sogenannter „Golden Point“, angehängt. Hier war das Glück auf der Seite von Aleksandra Radmilovic. Sie traf die SVN- Taekwondoka auf der Westen und Isabel war ausgeschieden.
Doch nach dem Turnier ist vor dem Turnier: Bereits am morgigen Samstag startet Isabel zusammen mit ihrer Schwester Vanessa bei der Deutschen Meisterschaft der Damen in Nürnberg und zwar in der Vierfachhalle am Berufsbildungszentrum am Berliner Platz. Wer die Beckstein-Schwestern, die ja sonst so weit entfernt am Start sind, einmal live und relativ heimatnah erleben möchte. kann gerne bei dem Turnier vorbeischauen. Das Besondere: Isabel und Vanessa starten in der gleichen Gewichtsklasse.

Mit 70 Jahren zum 4. DAN

Das muss ihm erst mal einer nachmachen: Im Alter von 70 Jahren hat Horst Scholz den 4. DAN im Taekwondo abgelegt. Der langjährige Abteilungsleiter und Trainer des SV Nennslingen ist also auch selbst als Sportler erfolgreich und nach wie vor topfit.
Horst Scholz, der vor Kurzem für seinen vielfältigen Einsatz die Verdienstnadel des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) in Gold mit Brillanten erhalten hat, nahm in Bad Homburg an der Bundesdanprüfung teil. Dort war er mit Abstand der älteste Starter und bestand seine Prüfung zum 4. DAN (Schwarzgurt) mit großem Erfolg.
Der 70-jährige Gersdorfer musste verschiedene Disziplinen der Kampfkunst Taekwondo zum Besten geben und dabei Höchstleistungen zeigen. Angefangen wurde mit drei Formen, genannt Poomse. Zu Beginn konnte man ein paar kleine Konzentrationsschwächen erkennen, der erfahrene Trainer ließ sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen und beendete dies Übung mit einem guten Ergebnis. Danach folget das sogenannte Ilbo Taereon, der Einschrittkampf. Man kann sich diesen Teilbereich vorstellen wie einen Kampf ohne großen Körperkontakt.  Hier zeigte sich Scholz von Anfang an souverän und arbeitete seine Choreografie fehlerlos ab.
Die dritte Performance war Hosinsul, also Selbstverteidigung. Hierfür musste sich der SVN-Trainer ein eigenes Programm zurechtlegen, vergleichbar mit einer Choreografie beim Tanzen. Hier war er voll in seinem Element und konnte mit einer sehenswerten Show glänzen, indem er sämtliche Angriffe seiner Schülerinnen Vanessa und Isabel Beckstein abwehrte.
Als Letztes stand der Bruchtest an. Auch dieser muss etwas Besonderes sein, um den 4. DAN verliehen zu bekommen. Horst Scholz setzte voll auf seine Stärken und bewies sich mit einem doppelten Fauststoß ohne Ausholbewegung. Auch hier zeigte sich die langjährige erfahrung des Juraners, der die Bretter problemlos brach.
Vor allem die Selbstverteidigung und der Bruchtest ernteten im Publikum viel Applaus. Somit musste nur noch das auf das endgültige Ergebnis gewartet werden. Dieses war dann aufgrund seiner kontinuierlichen starken Leistung wie zu erwarten: Horst Scholz bestand mit seinen 70 Jahren die Bundesdanprüfung zum 4. Schwarzgurt und machte sich damit ein schönes, vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Diese „unfassbare Leistung“ hob auch der Prüfungswart der Deutschen Taekwondo Union (DTU), Wiffried Pixner, bei der Verleihung der Urkunden an die rund 50 Teilnehmer besonders hervor, und es gab zum Lohn auch einen kräftigen Applaus.
Seine Schützlinge Isabel und Vanessa Beckstein sowie die mitgereisten Unterstützer (Scholz Ehefrau, seine Tochter und Enkel) zeigten sich mächtig stolz auf den DAN-Träger. Und Horst selbst? er freut sich schon auf eine weitere Prüfung zum 5 DAN, die allerdings erst in vier Jahren Wartezeit möglich ist.

Bericht Isabel u. Vanessa Beckstein