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Vollkontakt erlaubt

Die erfolgreichen Schwestern Isabel und Vanessa Beckstein vom SV Nennslingen können auch in Corona-Zeiten gemeinsam weiter trainieren.

Vom Jura-Ort Nennslingen in die weite Taekwondo-Welt: Vanessa Beckstein (links im Bild bei einem Wettkampf) sowie als Anfängerin im Jahr 2010…

  …. kann im Taekwondo ebenso schöne nationale und internationale Erfolge vorweisen wie ihre ältere Schwester Isabel (ebenfalls in einer Kampfaktion sowie als Anfängerin 2008)

Wie und wann es im Taekwondo mit nationalen und internationalen Wettbewerben weiter geht, das können auch die beiden Topsportlerinnen des SV Nennslingen derzeit nicht sagen. Zumindest aber können sie in Zeiten der Kontaktbeschränkungen weiterhin intensiv trainieren. Und das zum Gegensatz zu vielen anderen Sportlern/-innen sogar gemeinsam, denn Isabel (20) und Vanessa Beckstein (18) sind Schwestern und leben mit ihren Eltern und mit ihrem jüngsten Bruder im gleichen Hausstand.
Im Keller ihres Wohnhauses in Nennslingen haben sich die beiden mehrfachen deutschen Meisterinnen in der aktuellen, Corona-bedingten Zwangspause einen eigenen Trainingsraum eingerichtet. Dojang nennt sich das in der Fachsprache.
Hier halten sich die Becksteinschwestern fit für kommende Turniere. Die Matten und Gerätschaften konnten sie sich vom SV Nennslingen ausleihen, dessen Sportheim samt Trainingshalle derzeit auf staatliche Anordnung geschlossen ist – das gilt auch für alle anderen Sportstätten in der Region.
Ausrüstung vom Bundesstützpunkt
Unterstützung haben sie auch durch ihren Heimtrainer von SVN, Horst Scholz, sowie durch den Taekwondo-Bundesstützpunkt Nürnberg mit seinem Leiter Hasim Celik. Die Nennslinger Geschwister gehören zum Perspektivkader für Olympia und können sich in der momentanen Lage elektronische Westen und Kopfschützer für das Heimtraining ausleihen. Auch der Stützpunkte ist derzeit geschlossen, versucht aber dennoch seine Spitzensportler/innen zu fördern und zu fordern.
Isabel und Vanessa Beckstein sind „sehr froh“ über die Möglichkeit, gemeinsam trainieren zu können. Die Wettkämpfe im In- und Ausland fehlen ihnen zwar ebenso wie das Reisen und die Turnierluft, sie versuchen aber das beste aus der Situation zu machen und sehen auch die positiven Aspekte: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, sowohl die Ausdauer als auch viele Grundlagen und Techniken intensiv zu trainieren“, sagen sie. Täglich stehen eineinhalb Stunden Taekwondo-Training am Programm; hinzu kommen abwechselnd Workout, Stabilisation oder Joggen.
Bis Ende August sind im Taekwondo erst einmal alle Wettkämpfe abgesagt. Ein möglicher nächster Turnier-Termin wäre Mitte September die „Polish Open“ in Warschau (Polen). Wie bei vielen Veranstaltungen muss man allerdings auch hier die weiteren Entwicklungen in der Corona-Krise abwarten.
Abwarten müssen beide auch in Sachen Studium. Das neue Semester hat zunächst „online“ begonnen. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, wann die Universität in München wieder öffnet: Isabel studiert Sportwissenschaften, Vanessa Gesundheitswissenschaft. Wenn sie in München sind, trainieren sie bei einem befreundeten Verein in Dachau, an den Wochenenden und in den Ferien zu Hause beim SVN.
Ihre Sportkarrieren bringen einen enormen Aufwand, viele Erfolge und mitunter auch Rückschläge mit sich.
Die ältere Schwester Isabel Beckstein fing 2006 im Alter von sechs Jahren beim SVN mit dem Zweikampfsport an, Vanessa kam zwei Jahre später dazu. Schon in der Jugendzeit konnten beide nationale und internationale Erfolge feiern, Turniere gewinnen und Spitzenplätze belegen. Inzwischen sind sie bei den Senioren angelangt, noch dazu in der gleichen Gewichtsklasse (bis 57 kg).
Isabel hat acht deutsche Meistertitel in ihrer Vita stehen, sie war bei Europa- und Weltmeisterschaften am Start und im vergangenen Jahr auch bei der Universiade (sprich den Weltsportspielen der Studenten) in Neapel. Ebenfalls 2019 belegte sie bei der Studenten-Euro Rang fünf in Zagreb. Vanessa bringt es auf sechs Deutsche Meisterschaften, war zweimal Europameisterin, holte zweimal Bronze bei einer WM und war für die Jugend-Olympiade 2018 in Argentinien qualifiziert. Im gleichen Jahr erhielt sie auch den Sportpreis Mittelfanken.
Zuletzt holte Vanessa im Januar 2020 „Gold“ und damit den deutschen Titel bei den Frauen bis 57 kg. Bei den anschließenden German Open in Hamburg mussten beide Schwestern vom Jura das vorzeitige Aus hinnehmen, ehe dann quer durch die Sportarten die Wettkämpfe eingestellt werden mussten.
Schon in jungen Jahren sind die Beckstein-Mädels durch ihren Sport sehr weit herumgekommen und hoffen, dass sie möglichst bald wieder auf Reisen gehen können. Andere Länder und Kulturen kennenzulernen, ist für sie einer der schönen Nebeneffekte. Am wichtigsten ist beiden aber nach wie vor die Freude am Taekwondo – sowohl im Training als auch im Wettkampf. Das unterstreicht auch SVN- Trainer und Abteilungsleiter Horst Scholz: „Beiden macht es nach wie vor riesig Spaß. Die Schwestern ergänzen sich hervorragend. Bessere Trainingspartnerinnen oder Trainerinnen für diesen Sport kann man nicht finden.
Schon viele begeistert
In der Tat sind Isabel und Vanessa Beckstein beim SV Nennslingen auch als Coach aktiv, unterstützen Horst Scholz und haben schon viele Kinder und Jugendliche für ihren Sport begeistern und motivieren können. Taekwondo gibt es am Jura seit 1975, als Scholz mit einer Art Privatverein in Gersdorf anfing. Drei Jahre später schloss man sich dem SV Nennslingen an, beidem es optimale Trainingsmöglichkeiten gibt.
Dazu tragen nicht zuletzt die beiden Aushängeschilder Vanessa und Isabel Beckstein bei, die es von ihrem Heimatverein bis in den Nationalkader und in die internationale Klasse geschafft haben. Dazu und irgendwie auch zur aktuellen Situation passt letztlich der Spruch der an der Wand des SVN-Dojang: „Wer auf höhere Berge steigen will, muss auch schärferen Wind vertragen“.

Heimtraining: Die beiden Nennslinger Top-Taekwondoka Isabel (links) und Vanessa Beckstein haben sich zu Hause im Keller einen Trainingsraum eingerichtet. Die elektronischen Westen und der Kopfschutz kamen vom Bundesstützpunkt Nürnberg.

Keine Medaille für Vanessa und Isabel Beckstein

Bei den German Open im Taekwondo in Hamburg gab es für die beiden Schwestern Isabel und Vanessa diesmal keine Medaillen. Beide scheitern wegen einer Fehlentscheidung und an einer starken Gegnerin.

Isabel und Vanessa Beckstein in der Sporthalle Hamburg

Bei dem G2-Turnier in Hamburg traf sich die Weltelite des Taekwondo-Sports. Isabel und Vanessa Beckstein waren mit ihrem Trainer Horst Scholz nach Hamburg angereist wo über 1000 der besten Taekwondoka aus aller Welt auf die Matte traten.
Bei G2 Turnieren gibt es die doppelten Punkte für die Plätze eins bis drei, die auch für die Rangliste (Welt und Olympia zählen.
Die Gewichtsklasse von Isabel und Vanessa war mit 27 Athletinnen stark besetzt.
Mit Kampfnummer zwei ging Vanessa an den Start. Mit ihrer finnischen Gegnerin Elisa Toivonen lieferte sie sich einen zähen Kampf, doch am Ende der dritten Runde stand es 14:12 für die Nennslingerin.
Die Auslosung hatte ergeben, dass Vanessa Beckstein im zweiten Kampf gegen Bodine Schoenmakers aus den Niederlanden antreten musste. Coach und Athletin waren sich bewusst, dass dieser Zweikampf nicht einfach werde würde, denn die fünf Jahre ältere Niederländerin befindet sich auf dem Weltranglistenplatz sieben mit entsprechender Erfahrung während Vanessa durch ihren Neueinstieg bei den Senioren auf Platz 269 weltweit geführt wird. Sie war deutlich verunsichert und konnte ihre Leistung nicht abrufen. Sie verlor mit 7:10 Punkten.
Ihre ältere Schwester Isabel musste in ihrem Auftaktkampf gegen Lucja Oleszczuk aus Polen auf die Matte. Sie ging mit 2:1 in Führung, doch die sehr starke Polin konterte und drehte das Ergebnis auf 3:7. Isabel Beckstein setzte zu einem Drehkick an, traf auch ihre Kontrahentin am Kopf, doch es wurden nur drei Punkte statt deren fünf angezeigt. Coach Horst Scholz reklamierte der Zweikampf wurde unterbrochen. Die Kampfrichter sahen sich das Video an und berieten. Allerdings wurden die Zusatzpunkte nicht gegeben. Nach Meinung von Horst Scholz, der Kämpferin selbst und den Zuschauern eine totale Fehlentscheidung. Damit war die Nennslingerin im Punkterückstand und musste Druck machen. Es kam, wie es fasst immer kommt. Wer Druck macht, macht Fehler. Isabel Beckstein verlor den Kampf und war damit ausgeschieden.
– Trotzdem eine tolle Leistung von der achtfachen Deutschen Meisterin-

Sechster Titel für Vanessa Beckstein

Taekwondo-Athletin des SV Nennslingen ist Deutsche Meisterin bei den Damen. Ihre Schwester kam ins Viertelfinale.

Erfolgstrio: Trainer Horst Scholz und die mehrfachen Deutschen Meisterinnen Vanessa und Isabel Beckstein (von links nach rechts). Vanessa holte jetzt bereits ihren sechsten Titel

Die Erfolgsserie der Beckstein-Schwestern geht weiter – diesmal bei Vanessa. Die 18-jährige Sportlerin vom SV Nennslingen sicherte sich bei der Deutschen Meisterschaft im Taekwondo ihren sechsten nationalen Titel. Für ihre etwas ältere Schwester Isabel (20), die im Vorjahr noch deutsche Doppelmeisterin bei den Junioren und Damen war, war diesmal im Viertelfinale Endstation in Lünen.
Die Deutsche Meisterschaft der Senioren wurde dieses Jahr In Lünen (Nähe Dortmund) ausgetragen. 399 Spitzenathletinnen und -athleten aus der gesamten Republik trafen sich und fighteten um den Titel. In der Gewichtsklasse von Isabel und Vanessa Beckstein (bis 57 kg) traten 16 Kämpferinnen aus verschiedenen Landesverbänden an. Das bedeutete für die Nennslinger Taekwondoka je vier Kämpfe.
Vanessa Beckstein begann den Reigen und besiegte Anastasia Rovithis von der Taekwondo Union Baden-Württemberg mit 18:6 Punkten. Als Nächstes betrat Isabel Beckstein die Matte. Die Sport-Studentin fightete verbissen gegen Amber Stumpf (Taekwondo Union Rheinland-Pfalz, Verein Armare Taekwondo Mainz). Nach der dritten Runde stand es 7:6 Punkte. Ein knapper Sieg für die Juranerin.
Jetzt musste Vanessa gegen Kira Wirz vom TC Han Kook Bad Kreuznach (ebenfalls Rheinland-Pfalz) antreten. Die junge Nennslingerin war warmgelaufen und machte kurzen Prozess. Nach der zweiten Runde kam es beim Punktestand  von 27:4 für Vanessa Beckstein zum vorzeitigen Abbruch.
Dann folgte das Viertelfinale für ihre ältere Schwester Isabel gegen Franziska Drucklieb (Taekwondo Union Nordrhein-Westfalen, AC Ückerath. Isabel ging in der ersten Runde mit 8:5 Punkten in Führung, konnte dem nervlichen Druck gegen die sehr starke Kontrahentin jedoch nicht standhalten und verlor den Kampf mit 13:23 Punkten. Die zweifache Deutsche Meisterin von 2019 (Jugend und Senioren) war aus dem Rennen und verpasste somit die Change auf ihren neunten deutschen Meistertitel.
Im nächsten Duell musste Vanessa Beckstein gegen ihre Teamkollegin aus der Nationalmannschaft Laura Goebel (ebenfalls NRW; Verein TKD Center Iserlohn) antreten. Die Nennslinger Athletin ging in Führung und gab diese auch nicht mehr ab: 14:7 Punkten lautete der Endstand.
 Im Finale traf Vanessa Beckstein auf Franziska Drucklieb, die gegen Isabel Beckstein im Viertelfinale noch gewonnen hatte. Konditionell und nervenstark ging Vanessa in den Fight, behielt von Anfang an die Führung und gewann schließlich mit 14:6 Zählern.
Der Titel war ihr damit sicher und bedeutete zugleich die sechste Deutsche Meisterschaft. „Eine hervorragende Leistung von beiden Schwestern die beide studieren und außerdem gegenseitig hervorragende Sparringspartnerinnen sind“, lobte SVN-Trainer Horst Scholz.

Vier Gürtel geholt

Vier junge Taekwondoka des SV Nennslingen erfolgreich

von li. Ksenia Rottler, Annegret Hölzel, Anna Satzinger
sitzend, Franziska Eckert

Vier junge Nennslinger Taekwondoka habe sich jetzt ihr Weihnachtsgeschenk selber gemacht: Sie absolvierten die Gürtelprüfung erfolgreich.
Unter den Augen des DTU-Prüfers Michael Bußmann (selbst zweifacher Weltmeister im Formenlauf und Inhaber des 8. Dan Taekwondo) wurde jedoch nichts verschenkt, sondern hart erarbeitet.
Ksenia Rottler, Annegret Hölzel und Anna Satzinger legten die Prüfung zum 2. Kup (erster Rotgurt) ab. Es ist die vorletzte Prüfung vor dem Meistergurt (1.Dan, schwarz). Franziska Eckert, dass Küken unter den SVN-Prüflingen (10 Jahre) holte sich den 5. Kup (zweiter Grüngurt). Überprüft wurden, Formenlauf (Kampf gegen einen imaginären Gegner), Selbstverteidigung und Zweikampf. Bei den über 15järigen, wie z.B. Ksenia Rottler werden auch ein oder mehrere, mit verschiedenen Techniken ausgeführte Bruchtests, verlangt. Die Anzahl der Tests richtet sich nach der Gürtelfarbe und die Brettstärke nach dem Alter des Auszuführenden. Hier muss durch zerbrechen des Brettes gezeigt werden, dass der Athlet eine vorgeschriebene Technik richtig und kraftvoll anwenden kann. Die Mädels zeigten hervorragende Techniken und legten sehr gute Prüfergebnisse ab. Sie könne auf ihre neu erworbenen Gürtel stolz sein – so Prüfer und Trainer.

Fünf SVN-Starter, vier Medaillen

Die Taekwondoka des SV Nennslingen waren bei der BAYERISCHEN MEISTERSCHAFT in Pfaffenhofen an der Ilm sehr erfolgreich. Isabel Beckstein holte sich einmal mehr den Titel.

Das SVN-Team:
Annegret Hölzel, Isabel Beckstein, Michael Ehrengruber, Jenna Thierbach

(stehend v. li.)
Horst Scholz, Vanessa Beckstein und Anna Satzinger (vorne v. li.)

Fünf Athleten/innen vom Sportverein Nennslingen gingen in Pfaffenhofen a.d. Ilm bei der Bayerischen Meisterschaft an den Start und holten vier Medaillen. Das Turnier war mit 280 Taekwondoka aus 29 Vereinen besetzt. Für den SVN gingen Isabel Beckstein und Jenna Thierbach (Damen), Michael Ehrengruber (Herren), Anna Satzinger Jugend B und Annegret Hölzel Jugend C auf die Matte.
Isabel und Vanessa Beckstein wären in der gleichen Alters- und Gewichtsklasse gestartet und so einigte man sich darauf, dass Isabel an den Start geht und Vanessa als Coach für die Nennslinger Taekwondoka arbeitet. Die beiden Schwester gehen erst wieder im Januar bei der Deutschen Meisterschaft in Lünen gemeinsam auf die Matte.

Finals als Abendgala

Es wurde ein sehr langer Tag für alle Beteiligten weil von verschieden Gewichtklassen die Finalkämpfe in die Abendgala gelegt wurden, musste man bis zum Ende der Veranstaltung ausharren. Doch die Stimmung war gut, denn vier Fighter der Nennslinger Gruppe hatten sich einen Treppchenplatz erkämpft. Nur für Anna Satzinger kam das vorzeitige Aus.
Michael Ehrengruber verlor das Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Mahdi Rahmati vom Post SV München und holte Bronze. Auch Jenna Thierbach scheiterte im Halbfinale ganz knapp gegen Despina Alexandra Nitsa vom TSV Dachau und bekam ebenfalls Bronze. Erst in der letzten Sekunde setzte die Dachauerin den entscheidenden Treffer. Es war eine sehr gute Leistung der SVN-Athletin, da ihre Kontrahentin schon internationale Erfahrung gesammelt hatten.
Annegret Hölzel, die jüngste der Gruppe (Jugend C bis 12 Jahre) verlor im Finale gegen Melisa Senli vom KSC Leopard Nürnberg und bekam dafür am Ende die Silbermedaille.
Isabel Beckstein bildete mit ihrer Schwester Vanessa als Coach ein außerordentlich gutes Team und besiegte ihre Kontrahentin Melina Ramioti von Elite Nürnberg im Halbfinale mit 24:7 Punkten. Anschließend gewann Isabel auch den Finalkampf gegen Emanuela Kraus (TKD Özer Nürnberg) mit 25:6 Zählern und holte sich zum wiederholten Mal den Bayerischen Meistertitel. Alles in allem „ein hervorragender Jahresabschluss“, wie Trainer Horst Scholz zusammenfasste.
Weitere Informationen zum Taekwondo und den Trainingszeiten am Jura und Trainingszeiten gibt es im Internet unter: www.sv-nennsligen.de/taekwondo

Weitere Informationen erhaltet ihr in unserer Chronik!!